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Neue Pumpen fürs Rohmelbad – oder lieber warten?

BAD MÜNDER. Die Pumpen im Rohmelbad sind während der Saison wahre Dauerbrenner. Sie laufen. Und laufen. Und laufen. Rund um die Uhr, ohne Pause, wälzen sie das Beckenwasser um, damit die vorgeschriebenen Hygienewerte des Wassers eingehalten werden. Klingt fleißig – ist aber wenig effizient.

Blick ins Rohmelbad: Neue Pumpen könnten der Stadt hier relativ schnell Einsparungen ermöglichen. Foto: Rathmann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Ein Gutachten des Energie-Dienstleisters Avacon zeigt, dass sich neue Pumpen, die nur bei Bedarf laufen, nach knapp vier Jahren rechnen würden.

Bloß: Soll die Stadt diesen Schritt tatsächlich gehen? Mit dieser Frage muss sich nun die mündersche Politik befassen. Am Donnerstag geht das Thema in den Rat, weil die Fraktion „Pro Bürger“ einen Antrag gestellt hat: den Einbau von vier neuen Pumpen auf Basis des besagten Avacon-Gutachtens. Die Pumpen, erklärt Stadt-Mitarbeiter Dirk Hitzemann auf NDZ-Anfrage, kosten 73 000 Euro. Ihr Vorteil: Sie messen die Wasserwerte und fahren nur bei Bedarf hoch – und das Tag und Nacht. Bei erwarteten Strom-Einsparungen von gut 11 600 Euro im Jahr, heißt es aus dem Rathaus, wäre nach knapp vier Jahren der städtische Kostenanteil wieder reingeholt. Der Rest der Summe müsste aus Fördergeldern kommen.

Rechnerisch also alles im Grünen, bestätigt für die Stadtverwaltung auch der zuständige Bauchef Uwe Hünefeld. Theoretisch könnte der Rat das Projekt am Donnerstag also anschieben – und per Beschluss in den zuständigen Planungsausschuss überweisen.

Doch Hünefeld will nicht nur die Zahlen betrachten, sondern auch die Umstände: Man müsse abwägen, ob die Stadt den Pumpenwechsel personell, finanziell und planerisch stemmen könne und wolle. Und wie er in das bestehende und über Jahre vorausgeplante Sanierungskonzept fürs Rohmelbad eingeschoben würde. Hitzemann hat einen weiteren Aspekt im Blick: Sollten die laufenden Solebad-Überlegungen ergeben, dass man die Einrichtung ins Rohmelbad verlegt, ergebe sich unter Umständen ein ganz neues Energiekonzept für das gesamte Gelände.

Ein weiteres von Avacon untersuchtes Umbau-Projekt fürs Rohmelbad will die Stadt übrigens nicht weiter verfolgen: Der Betrieb eines Blockheizkraftwerks, so Hitzemann, lohne sich den Berechnungen zufolge nicht.



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