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Neu gegründeter „Point“-Förderverein erhält starke Resonanz

BAD MÜNDER. „Wir haben schon seit Jahren den Stadtjugendpfleger Frank Henning unterstützt, weil viele von uns auch Betreuer im Ferienprogramm sind“, erzählt Christian Dreeke. Er ist der Vorsitzende des neu gegründeten Fördervereins „Freunde des Jugendzentrums Point“.

Der Förderverein will die Kinder- und Jugendarbeit der Stadtjugendpflege unterstützen und sie noch effizienter machen. Foto: Dittrich
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

„Die Geschichte unseres Fördervereines geht in das Jahr 2016 zurück“, heißt es vom Verein. In diesem Jahr hätten sich mehrere Jugendliche zusammengeschossen und die Idee entwickelt, „die großartige und vertrauensvolle Arbeit der Stadtjugendpflege Bad Münder“ für alle Interessierten offen zugänglich zu machen. „Grund dafür war die Tatsache, dass viele nicht wussten, was das Kinder- und Jugendzentrum eigentlich ist und welche Arbeit die Mitarbeiter tagtäglich verrichten.“ Es wurde eine Facebook-Seite eingerichtet, um die Aktionen mehr zu bewerben; als es dann eine Facebook-Seite der Stadtjugendpflege gab, kamen Überlegungen auf, wie es weitergehen sollte. „Daraus entstand die Motivation, sie als Förderverein weiterzuführen“, erklärt Dreeke und fügt hinzu: „Wir wollen die Kinder- und Jugendarbeit der Stadtjugendpflege unterstützen und sie noch effizienter machen.“

Nun, als gemeinnütziger Verein, könne man auch Spenden annehmen und Quittungen ausstellen. „Und wir können vom Verein aus selbstständig Aktionen starten, in Anknüpfung an die Stadtjugendpflege, mit dem Schwerpunkt der Jugendarbeit“, so Dreeke. „Dabei möchten wir ganz bewusst keine Konkurrenz sein.“ Angedacht sei zudem eventuell die Öffnungszeiten des „Point“ auch auf das Wochenende auszudehnen.

65 000 Euro will die Stadt ins Jugendzentrum investieren

In den ersten Wochen habe der Verein bereits eine starke Resonanz erhalten, berichtet der Vorsitzende: „Viele Eltern sind gleich Mitglied geworden und wir wachsen stetig.“ Bislang hat der Verein rund 30 Mitglieder. Auch eine erste Spende wurde bereits vorgenommen: eine große Fußmatte für das Jugendzentrum.

„Es ist schön, wenn öffentliche Belange durch einen gemeinnützigen Verein unterstützt werden“, freut sich auch Bürgermeister Hartmut Büttner. Ein „weiteres Standbein und weitere Akteure“ seien positiv und würden eine pluralistische Jugendarbeit ergänzen. Generell habe die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert bei der Stadt, betont der Bürgermeister. So sind auch zwei hauptberufliche Kräfte mit der Aufgabe betreut. Und auch in das Jugendzentrum wird investiert: Im aktuellen Haushalt sind 65 000 Euro für die Sanierung der Toilettenanlage im „Point“ und die Schaffung einer behindertengerechten Toilette eingeplant – 23 000 Euro davon stammen aus der Sozialstiftung Martin Schmidt. „Außerdem ist es unser Wunsch, die Fassade umzugestalten, auch unter Einbeziehung der Jugendlichen“, sagt Büttner.

Doch wie sieht eine Zusammenarbeit zwischen städtischen Einrichtungen und Fördervereinen eigentlich genau aus? Robert Ascher, Vorsitzender des Fördervereins der Ortsfeuerwehr Bad Münder, erklärt, wie sich die beiden Institutionen ergänzen können: „Es gibt Dinge, die die Stadt für die Feuerwehr kaufen muss“, erzählt er aus der eigenen Erfahrung. „Wir schauen als Vorstand, was sie bezahlt und wo wir unterstützen können.“ Dazu müssten die Abteilungen Anträge an den Verein stellen. So würden vom Förderverein etwa die Kinderfeuerwehr unterstützt oder auch etwa eine Wärmebildkamera oder Utensilien zur Türöffnung angeschafft. Die Finanzierung läuft dabei über Mitgliedsbeiträge und Spendengelder. „Dazu müssen wir Mitglieder suchen – das ist das gleiche Prinzip wie beim Förderverein für die Stadtjugendhilfe.“

https://point-freunde.de/



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