×

Nabu-Projekt Schiefer Brink: Umweltminister kommt zur offiziellen Vorstellung

NETTELREDE/BÖBBER. Am Sonnabend, 18. Juni, soll nun endlich öffentlich präsentiert werden, was in monatelanger Arbeit und mit großer ehrenamtlicher Unterstützung entstanden ist: das Insektenschutzprojekt Schiefer Brink. Dazu gibt es prominenten Besuch.

Jens

Autor

Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
Anzeige

„Wir haben um jeden Quadratmeter Fläche gekämpft, Jahr für Jahr. Und dann war sie auch einmal da, die Chance, fünf Hektar zu übernehmen. Das war unglaublich“, erinnert sich Jens Becker zurück. 2019 war das, und gleich mehrere Faktoren trafen zusammen und ermöglichten es dem Nabu Bad Münder, einen großen Schritt in Richtung eines sehr ambitionierten Projektes zu gehen: Am „Schiefen Brink“ zwischen Nettelrede und Böbber wurde eine ehemalige Blaufichten-Plantage aufgelöst, die viele Jahre sich selbst überlassen war. Und: Bund und Land hatten Förderprogramme aufgelegt, die wie geschaffen für das Vorhaben in Bad Münder waren – außerdem wurde das Vorhaben in die Förderung aufgenommen. „Ein Meilenstein“, sagt der stellvertretende Nabu-Vorsitzende Jens Becker und lädt gemeinsam mit dem Ortsgruppen-Vorsitzenden Matthias Großmann zur öffentlichen Vorstellung ein.

„Hotspot der Biodiversität“

Dass es Modellcharakter hat, landesweit eines der größten Projekte ist und als „Hotspot der Biodiversität“ für das Deister-Sünteltal gefeiert wird, schafft Aufmerksamkeit. Und dazu trägt auch bei, dass der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies nicht nur den Förderbescheid über rund 180 000 Euro im Juni vor zwei Jahren vor Ort übergeben hat, er will sich auch am Sonnabend persönlich einen Eindruck vom aktuellen Stand des Projektes verschaffen.

Ab 14 Uhr empfängt der Nabu Interessierte auf der Fläche, auch der Landesvorsitzende Holger Buschmann hat sich angekündigt. Die heimischen Nabu-Vertreter wollen vorstellen, wofür sie so lange und so hart gearbeitet haben – und arbeiten. Denn: Nicht nur eine besondere Magerwiese ist entstanden, auf ihr wurden auch 70 Obstbäume gepflanzt. Seltene, zum größten Teil sehr alte Sorten, die als Mutterbäume im Deister-Süntel-Tal vermehrt werden sollen, um die Sortenvielfalt zu erhalten. Die Trockenphasen der vergangenen Wochen machten den noch jungen Bäumen aber zu schaffen, sie wurden von Nabu-Helfern bewässert. Und nach den schweren Stürmen Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres musste auch der lange Zaun, der vor Wildverbiss schützen soll, wieder aufgestellt werden. „Insgesamt schon ein Kraftakt. Mehrere tausend Stunden sind von Helfern und Mitgliedern geleistet worden, rund 230 000 Euro sind in das Vorhaben geflossen“, sagt Becker.

Juni 2020: Die Fläche ist gerodet und vorbereitet.

Besucher können sich am Sonnabend über das Projekt informieren

Bei Kaffee und Kuchen sollen sich am Sonnabend von 14 bis etwa 17 Uhr Besucher über das Projekt informieren können, auch Führungen in kleinen Gruppen werden angeboten. Da am Gelände des Insektenschutzprojektes Schiefer Brink Parkmöglichkeiten nur in begrenzter Zahl vorhanden sind, rät Becker, den Besuch mit einer kleinen Radtour zu verbinden.

Das könnte Sie auch interessieren...



Kontakt
Redaktion
Telefon: 05041 - 78932
E-Mail: redaktion@ndz.de
Anzeigen
Telefon: 05041 - 78910
Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
Abo-Service
Telefon: 05041 - 78921
E-Mail: vertrieb@ndz.de
Abo-Angebote: Aboshop

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt