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NDZ stellt Bewerber privat vor: zu Besuch bei Bürgermeisterkandidat Dennis Kühn in Hasperde

Mit Hund, Motorrad oder Wohnwagen auf Tour

Drei unterschiedliche Männer, ein gemeinsames Ziel: Sie wollen Bürgermeister in Bad Münder werden. Am 26. Februar sind 14 945 Münderaner aufgerufen, das neue Stadtoberhaupt zu wählen. Die NDZ stellt die Bewerber privat vor. Heute: Dennis Kühn (parteilos).

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Autor:

Lilian Bertram

Bad Münder. Während andere Autos und Reisen bei Gewinnspielen im Radio gewinnen, hat Dennis Kühn 1995 dort mit seiner heutigen Frau Tanja das große Los gezogen. „Am Samstagabend lief eine Sendung, in der Hörer Partys gesucht oder andere zu sich eingeladen haben“, erinnert sich der 39-Jährige. „Kurz nachdem die Eltern meines Freundes nach Ägypten geflogen sind, hatten wir 30, 40 fremde Leute in der Bude.“ Die zufällige Bekanntschaft entpuppte sich als Hauptgewinn: Seit gut 12,5 Jahren sind Tanja (37) und Dennis Kühn nun verheiratet, haben zusammen zwei Kinder, den elfjährigen Jonas und die siebenjährige Malin.

Der Liebe wegen zog der gebürtige Hannoveraner nach Hasperde. „Mein Frau kommt von hier – drei Häuser weiter“, erzählt der Bürgermeisterkandidat. „Unser Haus haben wir 1999 durch Zufall gefunden und schnell gekauft.“ Die Aussicht ist beeindruckend: Von seinem Grundstück an der Langen Reihe aus kann Kühn bis nach Hilligsfeld blicken. Der Garten bietet den Kindern nicht nur Platz zum Spielen, sondern beherbergt auch die Hausbrauerei „Denner“. Dieses Hobby teilt der 39-Jährige mit seinem Schwiegervater Erich.

Kühns andere große Leidenschaft ist das Motorradfahren. Seine Honda CBR 1000 hat er über den Winter aber eingelagert. Bis in die Alpen haben es seine Frau, die selbst Motorrad fährt, und er schon geschafft. Die Ausflüge mit den Kindern führten aber nur „um den Pudding“, etwa zum Eis essen, erzählt Kühn.

Ihre Urlaube verbringt Familie Kühn im eigenen Wohnwagen. „Meine Frau und ich kennen Camping aus unserer Kindheit“, berichtet der Bürgermeisterkandidat. Besonders schätzt er die Freiheiten, die der Nachwuchs auf dem Campingplatz genießt. „Im Hotel müssen die Eltern immer aufpassen, dass die Kinder den Kellner nicht umlaufen.“ Etwa zweimal im Jahr lässt die Familie ihren Heimatort hinter sich und zieht gen Süden. Südfrankreich habe ihm besonders gut gefallen. „Meine Frau und ich mögen gern französischen Käse“, erzählt Kühn schmunzelnd. „Ich bin eher der herzhafte als der süße Typ.“ Bevor es aber mit dem Wohnwagen wieder auf Tour geht, fährt Kühn gemeinsam mit seiner Frau, seinen Kindern und seinem Vater in den Skiurlaub.

Der Alltag des 39-Jährigen beginnt um 6 Uhr. „Duschen, Zeitung lesen und Kaffee trinken – das sind meine Rituale“, sagt er. Dann kämen seine Tochter und sein Sohn herunter. „Und wir frühstücken zusammen.“ Ein Morgenmuffel sei er keinesfalls, versichert Kühn. „Je nachdem wie meine Termine liegen, fahre ich los und mache Kundenbesuche“, berichtet der Hasperder, der als kaufmännischer Angestellter im Außendienst eines Dortmunder Gebäudetechnik-Unternehmens tätig ist. Gegen 17 Uhr endet sein Arbeitstag. „Dann verbringe ich Zeit mit meiner Familie, wir haben viel Verwandtschaft vor Ort“, sagt er. Auch kämen Bekannte gern zum Spieleabend vorbei. Aktuell steht „Karriere Poker“ bei den Kühns hoch im Kurs. Ziel des Kartenspiels ist, sich vom Tellerwäscher zum Chef hochzuarbeiten.

Wenn die Kinder zu Bett gehen, legt Kühn die Füße hoch – am liebsten auf der großzügigen Wohnlandschaft. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt der Ofen. Fernsehen gehöre nicht zu seinem Pflichtprogramm, räumt Kühn ein. „Wir hatten ein Jahr lang keinen Fernseher und haben nur ausgewählte Filme angeschaut.“ Im Zuge einer Renovierung habe er die Sat-Anlage abgebaut und es zunächst dabei belassen. „Am Sonntagabend läuft hier ganz klassisch Tatort“, verrät er. Über die Frage nach seiner Lieblingsmusik muss Kühn nicht lange grübeln: „Herbert Grönemeyer ist mit Abstand mein Favorit.“

Wenn Kühn Zeit findet, geht er laufen. „Ich habe meine Route – vom Mausoleum bis nach Hachmühlen“, sagt er. Auspowern kann sich der 39-Jährige genauso beim Spielen mit Jack-Russell-Hündin Tessa. „Sie ist uns vor vier Jahren zugelaufen“, berichtet Kühn. „Tessa hat einer alten Dame im Schloss gehört.“ Da der Vierbeiner gechipt ist, konnte das Ehepaar die Besitzerin ausfindig machen, und Tessa wurde rechtmäßig Mitglied der Familie.

Was auf dem großen Esszimmertisch sofort ins Auge springt, ist das grüne Sparschwein: Wer ein Schimpfwort benutzt, muss zehn Cent bezahlen. Bekannte hätten die Kühns dazu inspiriert. „Wahrscheinlich schlachten wir es im Urlaub“, kündigt der Familienvater an.



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