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Mehr Corona-Tote im Landkreis Hameln-Pyrmont als bisher angenommen

BAD MÜNDER/HAMELN. Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind deutlich mehr Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben als bislang angenommen. Das hat eine Überprüfung ergeben.

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„Bei einer Überprüfung aller Todesbescheinigungen seit dem 9. März 2020 hat das Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont festgestellt, dass seitens der ausstellenden Ärzte und Einrichtungen nicht alle an oder mit Covid-19 verstorbenen Personen gemeldet worden sind“, teilte der Landkreis am Dienstag mit.

Dem Gesundheitsamt war aufgefallen, dass sich die Anzahl der an oder mit Covid-19 verstorbenen Personen 2022 trotz des massiven Anstieges der Infektionszahlen kaum erhöht habe – ein Problem, das auch vom Landesgesundheitsamt für alle Gesundheitsämter erkannt worden sei.

167 statt 121 Todesfälle

Das Gesundheitsamt des Landkreises habe daher alle Todesbescheinigungen zwischen dem 9. März 2020 und dem 3. Juni 2022 noch einmal geprüft. Bei dieser Prüfung ergaben sich 167 Todesfälle an oder mit Covid-19 – statt 121 nach den Einträgen laut Infektionsschutzgesetz. Somit sind seit Beginn der Corona-Pandemie in Hameln-Pyrmont 46 Personen mehr an oder mit Covid-19 verstorben als bisher angenommen.

Davon sind laut Landkreis 145 Personen an der Corona-Infektion und 22 Personen mit positivem PCR-Testnachweis an anderen Erkrankungen verstorben. „Welche Rolle die Corona-Erkrankung in diesen Fällen gespielt hat, lässt sich nicht abschließend klären“, so der Landkreis. Vorerkrankungen lagen bei 133 Personen vor, bei 34 Personen waren keine relevanten Vorerkrankungen dokumentiert.

Mehr als die Hälfte der Verstorbenen war nicht geimpft

86 der Verstorbenen waren nicht geimpft. Elf Verstorbene waren einmal geimpft, fünf zweimal, 17 dreimal und eine Person viermal. Für 47 Menschen fehlen laut Landkreis die Angaben über den Impfstatus.

Darüber hinaus teilt der Kreis mit: „Im Verlauf der vierten Welle von Oktober 2021 bis Anfang des Jahres 2022 war die Delta-Variante des Corona-Virus für einen Großteil der Neuinfektionen verantwortlich. Seit Mitte Januar 2022 verursacht die Omikron-Variante 95 Prozent der Neuinfektionen mit einem massiven Anstieg der täglichen Neuinfektionen.“

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