weather-image
24°

Klein Süntel: Mit 18 in die Feuerwehr

KLEIN SÜNTEL. Ortsbrandmeister Adolf Panitz ist beeindruckt von der Energie, mit der Laura Golembiewski sich in der Ortsfeuerwehr einen Namen gemacht hat: Erst kürzlich mit ihren Eltern ins Sünteldorf gezogen, habe die 18-Jährige spontan am Feuerwehrwesen Interesse bekundet. Jetzt ist sie Teil des Teams.

Sogar der Feuerwehrausschuss-Vorsitzende Detlef Olejniczak (li.) fühlte sich gewogen, Ortsbrandmeister Adolf Panitz beim Anknöpfen der neuen Schulterstücke für Laura Golembiewski zu helfen. Foto: Honig

Autor

Gerhard Honig Reporter

Kein Wunder, dass jetzt auf der Jahresversammlung der Feuerwehr Klein Süntel stürmischer Beifall der Anwärterin galt, als sie ihre Ernennungsurkunde zur Feuerwehrfrau in Anwesenheit von Vize-Stadtbrandmeister Sebastian Gollin in Händen hielt. Was nicht oft vorkommt: Sogar Feuerschutzausschussvorsitzender Detlef Olejniczak ließ es sich nicht nehmen, der jungen Kameradin eigenhändig die neuen Schulterstücke richtig herum anzuknöpfen. Genau gesagt, auf einer Schulter, während der Ortsbrandmeister die andere Seite übernahm.

Olejniczak berichtete von einem ereignisreichen Jahr für die Ortswehr. Kurz ging er auch auf den Feuerwehrbedarfsplan ein, versicherte aber in diesem Zusammenhang, dass bei den anstehenden Umbauten an Feuerwehrhäusern – wie auch in Klein Süntel – stets die jeweilige Ortswehr bei der Planung mit einbezogen würde. Beim Blick weit nach vorn verschwieg der Ortsbrandmeister aber nicht, dass bei realistischer Sicht und gleichbleibendem Trend zum Dörfersterben, auch die Klein Sünteler Wehr in „zehn Jahren möglicherweise vor dem Aus steht“.

Vize-Stadtbürgermeister Uwe Peter Keil lobte die Brandschützer: „Sie sind die Helden des Alltags, was aber nur funktioniert mit bester Ausrüstung und guter Ausbildung. Ihnen wünsche ich allen: Kommen Sie immer gesund von Ihren Einsätzen nach Hause.“

Aus dem Bericht von Ortsbrandmeister Panitz ging darüber hinaus hervor, dass seine Kameraden, außer der neu ernannten Feuerwehrfrau, Thomas und Dennis Urban sowie André Knopf sich auf Lehrgängen fortgebildet hatten, dass er auf fünf ausgebildete Atemschutzgeräteträger zurückgreifen könne und dass die Dienststunden sich 2017 auf rund 1730 addiert hätten. Die Personalstärke gab er mit 21 Kameradinnen und Kameraden an, wovon vier zur Altersabteilung zählen. Hinzu kämen 56 fördernde Mitglieder, die der Wehr den Rücken stärken.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare