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Kaum Niederschlag: Nabu-Helfer müssen an Streuobstwiese helfen

Auf den ersten Blick: Schön grün, eben so, wie eine Wiese im Mai aussehen darf. Auf den zweiten Blick: Grün ja, aber mit Bedarf an Unterstützung: Damit auf der Fläche des Insektenschutzprojektes „Schiefer Brink“ zwischen Nettelrede und Böbber keine Trockenschäden entstehen, mussten Obstbäume bereits gewässert werden.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Nabu-Mitglieder reagierten damit auf die aktuelle Trockenheit. „Regen ist nicht in Sicht, ein weiteres Dürrejahr droht. Aufgrund der weiter fortschreitenden Erderwärmung wird Dürre leider zur Regel“, sagt Jens Becker, stellvertretender Vorsitzender des Nabu Bad Münder und einer der Initiatoren des vom Land geförderten Modellprojektes für Biodiversität sowie Tier- und Umweltschutz. Einen Förderbescheid über rund 180 000 Euro hatte Umweltminister Olaf Lies 2020 persönlich vor Ort übergeben, als er das erste Mal den Schiefen Brink besuchte. Im vergangenen Jahr nutzte er einen Termin in Bad Münder, um sich auch über die Entwicklung auf der fünf Hektar großen Fläche zu informieren, und auch für dieses Jahr ist ein Besuch geplant: Wenn das Projekt am 18. Juni der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt wird, will der Umweltminister auch vor Ort sein. „Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen“, heißt es beim Nabu.

Becker und die anderen Projektbeteiligten werden dann viel zu berichten haben – auch, warum sie noch vor dem eigentlichen Hochsommer schon mit Wasser auf die Fläche fahren. Rund 1000 Liter waren es, die jetzt zum Gießen von 70 neu gepflanzten Obstbäumen genutzt wurden. „Die zum Teil sehr seltenen Sorten sollen als Mutterbäume dienen und im Deister-Sünteltal vermehrt werden. Damit soll die Sortenvielfalt der zum Teil sehr alten Sorten für kommende Generationen erhalten werden“, sagt Becker. Rund 70 alte Obstbaumsorten finden sich auf der Fläche am Schiefen Brink, etwa 130 auf den Flächen des Nabu Bad Münder insgesamt. Darunter regionale Sorten wie die Hildesheimer Renette und Prinz Albrecht von Preußen, aber auch der Pommerscher Krummstiel und die Schwarze Knorpelkirsche.

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