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Höhere Energiepreise: Wer hat mehr Anspruch auf Sozialleistungen?

BAD MÜNDER/HAMELN. Die stark angestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel haben bisher keine erkennbar gestiegene Nachfrage nach Sozialleistungen beim Landkreis nach sich gezogen. Das teilt Sprecherin Sandra Lummitsch auf Nachfrage mit.

Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Zwar hatte das Sozialamt demnach im ersten Quartal dieses Jahres 80 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum zu betreuen, doch das seien „normale Schwankungen, die keiner besonderen Situation geschuldet sind“. Seit März haben sich allerdings mehr Hameln-Pyrmonter als sonst nach den Voraussetzungen erkundigt, die erfüllt sein müssen, um Leistungen des Staates in Anspruch nehmen zu können. Sofern die Ratsuchenden bei ihren Anfragen Gründe nennen, „wird die Erhöhung der Energiekosten angeführt, die seitens der Stadtwerke Hameln ab Mai für Abnehmer im Landkreis angekündigt wurde“.

Sozialamt des Landkreises hat auf steigende Energiekosten reagiert

Das Sozialamt des Landkreises hat auf die steigenden Energiekosten laut Lummitsch bereits reagiert. Nach Rücksprache mit den Stadtwerken und nach eigener Kalkulation würden die sogenannten anerkannten Heizkosten ab Mai angehoben. Werden bisher bei der Berechnung des Leistungsanspruches nur 1,81 Euro pro Quadratmeter als Heizkosten zugrunde gelegt, werden es ab Mai knapp 66 Prozent mehr sein und somit auf 3 Euro pro Quadratmeter angehoben. „Hierdurch ist es möglich, dass Personen, die vorher keinen Leistungsanspruch hatten, einen Anspruch auf Sozialleistungen haben könnten“, führt Lummitsch aus. „Neben Altersrentnern könnten davon auch Personen mit festgestellter Erwerbsunfähigkeit betroffen sein sowie Personen mit keinem/geringen Einkommen, die dann einen Anspruch auf Leistungen des Jobcenters haben können.“

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Was ist mit den gestiegenen Lebensmittelkosten?

Was in den Berechnungen noch unberücksichtigt bleibt, sind die gestiegenen Kosten für Lebensmittel. Auf Bundesebene werden die Regelsätze jährlich neu definiert, das heißt, einen höheren Regelsatz könnte es erst zum 1. Januar 2023 wieder geben.




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