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Hitze in Corona-Zeiten überstehen: Gesundheitsamt gibt Tipps

BAD MÜNDER. Auf Temperaturen von über 30 Grad Celsius soll das Thermometer noch in dieser Woche klettern – und ein Ende des heißen Sommers ist noch nicht in Sicht. Der Landkreis Hameln-Pyrmont gibt daher Tipps für die heißen Tage. Dabei gilt es in diesem Jahr, aufgrund der Corona-Pandemie, besondere Regeln zu beachten.

„Trinken Sie vor allem ausreichend und regelmäßig“, rät Jaqueline Günther vom Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont. Da der Körper mit dem Schweiß auch Mineralstoffe ausscheide, biete sich Mineralwasser an, auch als Schorle in Kombination mit Fruchtsäften. Auf ein kühles Bier sollte allerdings verzichtet werden, da der Alkohol dem Körper langfristig zusätzlich Wasser entzieht, so das Umweltbundesamt.

„Sehr kalte Getränke können laut Deutscher Herzstiftung zudem Magenbeschwerden hervorrufen und müssen vom Körper für die Verdauung aufgeheizt werden, was eine zusätzliche Belastung darstellt“, so der Landkreis. Statt heißen, fettigen Mahlzeiten sind kleinere Portionen leichter Kost, wie Gemüse, mageres Fleisch und Fisch zu bevorzugen; auch wasserreiche Obst- und Gemüsesorten helfen, den Wasser- und Mineralstoffhaushalt auszugleichen. Darüber hinaus helfen kühle Duschen, ein kühles Bad oder kalte Wickel.

Das NLGA empfiehlt zudem, insbesondere nachmittags zur heißesten Tageszeit nicht direkt in die Sonne zu gehen und körperliche Aktivitäten auf die frühen Morgenstunden zu verschieben.

Die Morgen- und Abendstunden eigneten sich zudem auch zum Lüften der Wohnung, sofern die Außentemperatur niedriger ist, als die Temperatur innerhalb der Wohnung; tagsüber sollten Fenster und Türen abgedunkelt werden. „Lüften ist zudem eine Maßnahme, um das Infektionsrisiko mit Covid-19 innerhalb geschlossener Räume zu senken“, so der Landkreis. Sollte es in der Wohnung zu heiß sein, empfehlen sich schattige Plätze draußen, etwa im Garten oder auf der Terrasse, aber auch in Parks und auf öffentlichen Plätzen. Der Landkreis weist darauf hin, im öffentlichen Raum die geltenden Abstandsregeln von 1,50 Meter zu beachten. Zudem empfehlen sich für den Aufenthalt draußen helle, luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie Sonnencreme.

Ein gängiges Hilfsmittel, um innerhalb der eigenen vier Wände für Abhilfe zu sorgen, sind Ventilatoren. Der Landkreis weist aber darauf hin: „Da Ventilatoren allerdings die Raumluft und damit Aerosole im Raum verteilen, steigt das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus. Daher sollte vor dem Besuch von Personen aus anderen Haushalten der Ventilator ausgeschaltet werden.“

Darüber hinaus gilt: „Auch wenn es bei hohen Temperaturen schwerfällt, denken Sie bitte auch an das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften, dem Öffentlichen Personennahverkehr, in Arztpraxen und anderen Einrichtungen“, teilt der Landkreis mit.

Wer Medikamente einnimmt, sollte sich beim Arzt oder Apotheker informieren, ob diese aufgrund der hohen Temperaturen anders gelagert werden müssen oder ob eine Dosisanpassung nötig ist. Weiter heißt es vom Landkreis: „Vor allem ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind an heißen Tagen besonders gefährdet. Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl, ein ungewohntes Unruhegefühl sind laut NLGA als Warnzeichen unbedingt ernst zu nehmen.“

Aber: Aufgrund der Kontaktbeschränkungen haben viele ältere Menschen weniger soziale Kontakte. Der Kreis rät, sich bei gefährdeten Personen – zum Infektionsschutz vorzugsweise telefonisch – über das Befinden zu informieren. „Sollten Sie bei sich oder anderen Menschen die genannten Beschwerden feststellen, kontaktieren Sie einen Arzt, den hausärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116117 oder direkt den Notruf 112“, betont Günther.




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