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Hightech made in – Eimbeckhausen

EIMBECKHAUSEN. Ein klares Bekenntnis zum Standort – und eine klar formulierte Botschaft in Richtung der Politik: Hytera Mobilfunk will weiter wachsen, und das ausdrücklich am Standort Eimbeckhausen. Mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt der Entwickler von Mobilfunksystemen.

Johannes Schraps (3.v.l.) und Ulrich Watermann (3.v.r.) lassen sich von Matthias Klausing und Kollegen das Unternehmen vorstellen.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Am Freitag stellte die Geschäftsführung den heimischen SPD-Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene die Entwicklung des Unternehmens vor, Johannes Schraps und Ulrich Watermann waren zu Gast. In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt, von 100 auf über 200 ist sie gewachsen, und das soll noch nicht das Ende sein: „Wir haben viele offene Stellen, die wir zurzeit leider nicht alle besetzen können. Wir haben zukünftig aber noch weiteren Bedarf, gerade auch an hoch qualifizierten Mitarbeitern“, macht Bernhard Klinger, Leiter der Geschäftsfeldentwicklung, deutlich. Gemeinsam mit Geschäftsführer Matthias Klausing verdeutlichte er den SPD-Abgeordneten, wessen es aus Unternehmenssicht dafür bedarf: Ein attraktives Umfeld, auch oder gerade im ländlichen Raum. „Wir haben starke Konkurrenz in Hannover, etwa Volkswagen oder Continental. Wir haben aber auch gute Argumente, wenn es darum geht, junge Ingenieure in unser Tätigkeitsfeld hineinzubringen. Wir machen hier Hightech, hochinnovative Produkte. Kommunikationstechnik und Digitalisierung – das ist der Zukunftsmarkt“, sagt Klinger.

Die Technologie, die offene Firmenkultur und die interessante Arbeit locken seiner Meinung nach dann in ein ländliches Umfeld wie Eimbeckhausen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehöre es, dass nicht nur die Arbeit als Magnet diene, auch die Infrastruktur müsse stimmen: Optimierte Verkehrsanbindungen, attraktive Kindergartenplätze und Schulen zählen für Klinger dazu. Dafür müsse Politik die Rahmenbedingungen schaffen. Die Unternehmensvorstellung für den Bundes- und den Landespolitiker verfolge den Gedanken, ihnen das „Juwel“ Hytera näherzubringen und die Bedürfnisse aufzuzeigen. „Wir als Unternehmen müssen aber auch außerhalb dieses ländlichen Raums bekannt werden – und uns im politischen Umfeld bekannt zu machen, ist eine Bitte an die heimischen Politiker.“

Vorgestellt wurde Schraps und Watermann beim Besuch auch das jüngste Erfolgsmodell des Unternehmens: „Multimode“ ist das Stichwort, unter dem Funkgeräte mit kombinierter LTE- und PMR-Technologie angeboten werden. Im Blick haben die Eimbeckhäuser dabei insbesondere Behörden und Organisationen aus dem Bereich der öffentlichen Sicherheit: Mit den Geräten kann eine gesicherte Sprachverbindung hergestellt werden, gleichzeitig aber auch der LTE-Breitbanddienst für die Übermittlung von Daten wie beispielsweise Bildern genutzt werden. Mögliches Einsatzfeld: Die Polizei, die fernab der Dienststelle das Foto eines Gesuchten aufs Funkgerät erhält und so gezielter suchen kann.

Ein Smartphone? Nein, ein Modell der jüngsten Hytera-Funkgeräte, die auch Bildübertragung ermöglichen. Fotos: jhr
  • Ein Smartphone? Nein, ein Modell der jüngsten Hytera-Funkgeräte, die auch Bildübertragung ermöglichen. Fotos: jhr

In Deutschland tun sich die Sicherheitsbehörden noch etwas schwer, sicherheitspolitische Bedenken spielten bei Entscheidungen für das Hytera-System in der Vergangenheit eine Rolle. Klinger: „Die Niederlande errichten gerade ein landesweites Mobilfunknetz für die Sicherheitsbehörden. Dieses Netz wird von Hytera Mobilfunk aus Bad Münder errichtet. Da ist eine gewisse Offenheit gegenüber dem Lieferanten und den Investoren da, die wir uns auch von deutschen Behörde wünschen würde.“

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