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Grundschule Bakede übt Evakuierung – mit Unterstützung der Feuerwehr

BAKEDE. Für die Grundschulkinder in Bakede endete die erste Schulstunde am Montagmorgen früher als gedacht: Alarm ertönte. Was dabei weder Kinder noch Lehrkräfte wussten: Es handelte sich um eine Evakuierungsübung. Sogar die Feuerwehr rückte dafür aus.

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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„Es ist das erste Mal seit drei Jahren“, sagt Schulleiterin Stefanie Fischer. Wegen der Corona-Vorschriften habe die sonst jährlich durchgeführte Übung ausfallen müssen; nur der Alarm sei angeschaltet worden, damit die Kinder ihn kennen. Zudem werde der Ablauf zu Schuljahresbeginn durchgesprochen. Eine tatsächliche Evakuierungsübung aber „kennen nur die Viertklässler“, sagt Fischer.

Um 8.28 Uhr ertönt im Schulgebäude dann gut hörbar der Alarm; nur in der Turnhalle ist das Signal so gut wie nicht zu hören – aber auch für solche Erkenntnisse lohnt sich eben eine Übung.

Die Schulleiterin zeigt sich aber sehr zufrieden: Innerhalb von kurzer Zeit sind alle Klassen mit ihren Lehrkräften auf dem Sportplatz versammelt, „in Ruhe und und ohne Panik, und alle ohne Jacken und in Hausschuhen“, lobt Fischer – denn im Ernstfall bliebe auch keine Zeit, das alles anzuziehen. „Das hätte nach drei Jahren auch anders aussehen können“, meint sie zu dem guten Ablauf nach der langen Übungspause.

Feuerwehr demonstriert Brandgefahren im Haushalt

Fast wie bei einem echten Feuer rückt auch die Feuerwehr aus – Olaf Lüdersen und Daniel Springer von der Ortsfeuerwehr Bakede kommen mit dem Feuerwehrauto zur Schule. Auch Lüdersen lobt die Schüler für ihr besonnenes Verhalten und die Schule für die gute Organisation.

Dann dürfen die Schülerinnen und Schüler aber doch noch ihre Jacken und Schuhe aus dem Schulgebäude holen – denn die Feuerwehrmänner haben etwas vorbereitet.

So fragt Lüdersen die Kinder, ob Mehl gefährlich sei. „Nein!“, lautet die einstimmige Antwort. Der Feuerwehrmann beweist das Gegenteil: Kommen Mehl, ein Teelicht und in eine Box hineingeblasene Luft zusammen, entsteht eine große Flamme. Im zweiten Experiment wird Wasser auf brennendes Öl gegossen: Eine Stichflamme schießt empor, natürlich in sicherer Entfernung von den Kindern.

„Wenn es zu Hause brennt, probiert daher nicht, selbst zu löschen“, erklärt Lüdersen. „Ihr könnt gar nicht wissen, was alles passieren kann. Wir Feuerwehrleute haben eine lange Ausbildung.“ In der Kinder- und Jugendfeuerwehr, die es auch in Bakede gibt, würden dafür die Grundlagen gelegt, bevor man ab 16 Jahren die Ausbildung beginnen könne. Wichtig sei es, Türen zu schießen, die Wohnung zu verlassen und die Feuerwehr zu rufen – die Nummer 112 kennen die Schüler natürlich.

„Was ihr spitze gemacht habt, war, wie schnell ihr die Schule geräumt habt. Ich bin stolz auf euch“, gibt Lüdersen den Schülerinnen und Schülern noch mit auf den Weg, bevor sie zurück in ihre Klassenzimmer dürfen, wo die Erfahrungen noch einmal besprochen werden sollen.

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