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Grünes Licht für Windkraft-Flächen: Rat segnet Beschluss ab

BAD MÜNDER. Über viereinhalb Jahre, nachdem die Stadt Bad Münder mit Planungen über Vorrangflächen für die Windenergie begonnen hat, gibt es nun eine Entscheidung: Bei einer Enthaltung fasste der Rat den Feststellungsbeschluss, zwei Gebiete im Flächennutzungsplan darzustellen.

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Dabei handelt es sich um die Bestandsfläche bei Eimbeckhausen mit einer Erweiterung sowie eine Fläche in der Nähe des Golfplatzes an der L 421. Dies sei das Ergebnis eines langen Prozesses mit mehreren Auslegungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen, sagte Ratsherr und Berichterstatter Uwe-Peter Keil. Bei der Darstellung von Vorrangflächen seien, der Rechtssprechung folgend, konkrete Anforderungen zu beachten. „Wenn zugunsten bestimmter Schutzgüter – zum Beispiel Anwohnerschutz, Landschaftsschutz, Tourismus – die Nutzung der Windenergie nicht im gesamten Außenbereich möglich sein soll, muss mit dem Ziel der Steuerung ein schlüssiges udn nachvollziehbares Gesamtkonzept vorliegen“, so Keil, um geeignete Standorte für die Windenergienutzung zu finden sowie ungeeignete auszuschließen.

„Die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit“, fügte Keil hinzu, „wurden im Einzelnen gewürdigt, bewertet, im Prozess abgewogen und beschlossen“.

Im Verfahren habe es einiges an Kritik, aber auch einiges an Zustimmung gegeben, sagte Keil, verwies aber auch nach Coppenbrügge, wo keine Vorrangflächen ausgewiesen wurden und nun viele Windkraftanlagen stehen.

„Aufs Schärfste zurück“ wies Keil darüber hinaus die Vorwürfe der Wählergruppe „Hülseder Gegenwind“, die Planungen als „ein menschenverachtendes Verhalten“ sowie als „die Ermordung des Sünteltals in seiner jetzigen Form“ bezeichnet hatten (wir berichteten).

Ratsvorsitzender Detlef Olejniczak äußerte den Wunsch, dass die Planungen rechtssicher und irgendwann auch rechtskräftig seien, stellte aber auch heraus: „Hätte es Fukushima nicht gegeben, würden wir heute vielleicht nicht hier sitzen“, da viele Politiker „von einem Tag auf den anderen“ ihre Haltung im Bezug auf die Sicherheit der Atomkraft geändert hätten.



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