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„Grüner Punkt“ drängt auf Besserung

BAD MÜNDER. Reinholen? Liegenlassen? Peter Köller weiß nicht mehr so richtig weiter. Auch nach dem dritten angekündigten Nachsammel-Termin ist die Gartenstraße in der Kernstadt noch voller gelber Wertstoffsäcke.

Gelber Sack. Foto: Dana

Autor:

CHRISTIAN ZETT und jens rathmann

Es ist nicht der einzige Ort, an dem der neue Entsorger Remondis vor dem nächsten Abholtermin am Moittwoch noch jede Menge Altlasten hinterlassen hat. Während Köller an der nahen Deisterallee übers Wochenende tatsächlich die angekündigten Abhol-Bemühungen beobachtet haben will, seien „mindestens“ die Gartenstraße und die angrenzende Gegend erneut ignoriert worden. „Eine Frechheit“ findet Köller – und weiß nicht, wie er sich nun verhalten soll: „Ich traue mich auch nicht, die Säcke rein zu holen – hinterher verpasse ich den nächsten Termin.“ Mal davon abgesehen, dass nach mittlerweile zwölf teils windigen Tagen kaum noch ein zurückgelassener Sack da liege, wo er einmal hingehörte.

Auch in Nienstedt und Eimbeckhausen lägen die Säcke „immer noch massenweise und teils aufgerissen an der Straße“, berichtete gestern Anwohner Rainer Wolf. Bei Remondis habe man ihm dagegen gesagt, die Abfuhr sei erledigt worden.

Remondis: Mittwoch soll
alles wie geplant laufen

Für den Mittwoch sieht Wolf nun schwarz: „Ich gehe davon aus, dass wieder keine Abfuhr erfolgt.“ Auch bei Nathalie Hain in Nienstedt steigt der Frust. Zehnmal habe sie inzwischen die Remondis-Hotline darüber informiert, dass in Nienstedt die Säcke noch nicht abgeholt seien. „Dass Nienstedt zu Bad Münder gehört, müsste inzwischen bekannt sein“, sagt sie. Das Unternehmen Remondis mit Hauptsitz im westfälischen Lünen ist seit Jahresbeginn im Landkreis für die Wertstoffabfuhr zuständig. Doch seit dem ersten Termin am 3. Januar häufen sich die Klagen über liegengebliebene Säcke. Remondis hatte auf technische Probleme verwiesen – und Besserung gelobt.

Bei der DSD GmbH (Grüner-Punkt-Gruppe) sieht man die Lage noch entspannt. Das Unternehmen (das Remondis im Herbst gekauft hatte) beauftragt Firmen mit der Abholung der Gelben Säcke. „Mit Startproblemen muss man rechnen“, sagte DSD-Sprecher Norbert Völl am Montag der NDZ. Gleichzeitig dränge man in solchen Fällen „auf möglichst schnelle Behebung“ der Probleme. Häuften sich negative Rückmeldungen von Kunden oder Kommunen, habe die Grüne-Punkt-Gruppe „Sanktionsmöglichkeiten“, die von Abmahnungen und Vertragsstrafen bis hin zur Kündigung reichten, so Völl. Letzteres komme allerdings selten vor.

Eine Remondis-Sprecherin teilte gestern mit, es sei nicht auszuschließen, dass am Sonnabend „einzelne Straßen“ vergessen worden seien. Am Montag sei bei einem weiteren Nachsammelfahrzeug eine Reifenpanne aufgetreten. Die Abfuhr am Mittwoch solle aber wie geplant stattfinden.



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