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Fraktionschef Gerhard Fiedler sieht Zukunft der Landwirtschaft gefährdet

Grüne wollen keine Mastställe: Resolution vorerst zur Beratung

Bad Münder (st). Georg Fiedler und Helmut Burdorf haben ein grundsätzliches Problem mit Massentierhaltung – ihnen liegt dagegen nach eigener Aussage der Erhalt der heimischen Landwirtschaft am Herzen. Die beiden Grünen im münderschen Rat haben eine Resolution verfasst, die die Landesregierung auffordern soll, besonders der gewerblichen Massentierhaltung in Niedersachsen Einhalt zu gebieten.


„Die Resolution hat erst einmal gar nichts mit den Projekten der Herren Platte und Wente in Eimbeckhausen und Nettelrede zu tun“, sagt Fraktionschef Fiedler und fügt hinzu: „Das ist ein generelles Anliegen für das ganze Land Niedersachsen.“ Die landwirtschaftliche Massentierhaltung hätten die Grünen bewusst aus der Resolution herausgelassen, um möglichst viele Anhänger für ihre Sache zu gewinnen, sagt Fiedler – obwohl er persönlich gegen jede Art der Massentierhaltung sei.

Das Gesetz unterscheidet landwirtschaftliche und gewerbliche Massentierhaltung: Bei der landwirtschaftlichen kommt ein Großteil des Futters aus eigener Produktion, anders als bei der gewerblichen. In beiden Fällen gelten entsprechende Bauvorhaben jedoch als privilegiert im Außenbereich. „Weil man so einen Stall innerorts niemandem zumuten kann“, sagt der Leiter der Stadtentwicklung, Karl-Heinz Knigge. Die Größe und Art der Haltung wird durch die Begrifflichkeiten nicht definiert. Die Grünen wollen eine Privilegierung für gewerbliche Betriebe abgeschafft sehen. „Wir glauben zudem, dass Massentierhaltung der Landwirtschaft langfristig schadet“, so Fiedler.

Bei der Debatte zur Resolution in der jüngsten Ratssitzung führte nicht nur die Unsicherheit der Ratsmitglieder hinsichtlich der Begriffsdefinitionen zu Unklarheiten. Auch verschiedene weiterführende Anträge, die die von den Grünen verfasste Resolution nach und nach verstümmelten, sorgten für ein großes Durcheinander, das Helmut Mönkeberg am Ende zu dem Kommentar veranlasste: „Das ist doch alles Mist hier.“ Er hatte wie Fiedler auf eine Abstimmung über die Resolution gehofft, die Mehrheit der Ratsmitglieder entschied sich aber aufgrund allgemeiner Verwirrung dazu, das Papier zunächst in den Fachausschüssen zu beraten. „Wie da am Ende mit dem Antrag verfahren worden ist, das war einfach unhöflich“, sagt Fiedler.



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