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Für „Goldenen Fressnapf“ nominiert – Tierschutzhof Hachmühlen braucht Stimmen

Bereits seit Jahren kümmert sich der Tierschutzhof Hachmühlen vor allem um Kaninchen und Meerschweinchen, die zu alt, krank oder verhaltensauffällig sind, um vermittelt zu werden. Für diese Arbeit ist der Tierschutzhof nun für den „Goldenen Fressnapf“ nominiert, eine Auszeichnung der Heimtierbedarf-Kette „Fressnapf“ – den Preis gibt es aber nur, wenn der Tierschutzhof genügend Stimmen bekommt.

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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„Wir haben vor ein paar Jahren schonmal teilgenommen und einen Trostpreis gewonnen“, berichtet die Vorsitzende Sonja Stefan. Nun ist der Tierschutzhof erneut nominiert. Nur acht weitere Organisationen sind mit im Rennen – darunter beispielsweise die Berliner Tiertafel, die Pferdeklappe oder der Verein „Rettet das Huhn“. Doch trotz der nicht allzu zahlreichen Konkurrenz ist Stefan bewusst: „Es wird schwierig, einen Fuß in die Tür zu bekommen.“ Denn: „Das Auswahlverfahren wurde geändert“; nun laufe alles über ein Abstimmungsverfahren. Und: „Es sind riesige Vereine dabei, die eine viel größere Reichweite haben als wir.“ Hoffnung hat Stefan aber trotzdem: „Es wäre schön, wenn wir wenigstens unter die letzten drei kommen – oder sogar gewinnen.“ Neben der Auszeichnung mit dem „Goldenen Fressnapf“ gibt es nämlich 5000 Euro zu gewinnen.

Über 40 kranke Kaninchen aufgenommen

Geld, das der Tierschutzhof Hachmühlen gut gebrauchen könnte: Erst vor Kurzem hat ein größerer Notfall die Anzahl der Tiere auf dem Hof deutlich erhöht – und damit auch den zeitlichen und finanziellen Aufwand. „Ende Juni waren wir bei einer Beschlagnahmung dabei“, berichtet Stefan. „Es wurden rund 120 Tiere befreit, die alle bei uns von unserer Tierärztin an einem sehr langen Tag erstversorgt wurden.“ Vielen der Kaninchen ging es nicht gut: „Dehydrierung, Augenverletzungen, Abszesse, abgefressene Ohren, Milben, Darmparasiten“, zählt die Tierschützerin auf. Nicht alle Tiere schafften es. Zudem wurden die geretteten Kaninchen nach Geschlechtern getrennt.

Da der Tierschutzhof nicht alle versorgen konnte, wurden viele Tiere auf andere Institutionen verteilt; über 40 Kaninchen blieben aber in Hachmühlen.

Jungtiere müssen zugefüttert werden

Ein weiteres Problem: „Es waren etliche Jungtiere dabei, einige waren erst Tage oder sogar Stunden alt. Es war nicht klar, welche Mutter zu welchen Jungtieren gehört, oder ob überhaupt noch alle Mütter da waren. Daher wurden alle Häsinnen mit aktivem Gesäuge mit den Jungtieren zusammengesetzt.“ Doch auch viele der Babys sind krank, schwach und ausgemergelt, sodass das Team per Hand zufüttern muss – für einige reichte aber selbst die beste Hilfe nicht. „Ich hoffe, die Übrigen schaffen es“, sagt Stefan.

Gesunden Appetit haben die Neuankömmlinge auf jeden Fall: „Sie fressen uns die Haare vom Kopf“, sagt Stefan. „Wir brauchen im Moment die doppelte Futtermenge als sonst. Wir haben vier oder fünf Industriekühlschränke in Betrieb, und die müssen wir alle paar Tage auffüllen, um die Tiere satt zu bekommen. Das ist eine logistische Meisterleistung.“

Wenn die Kaninchen in einem besseren Zustand sind, sollen sie vermittelt werden.

Prominente Botschafterin

Es ist Arbeit wie diese, für die der Tierschutzhof nominiert wurde. Denn Fressnapf möchte auf die leidenschaftlichen Tierfreundinnen und Tierfreunde, die sich für Tiere in Not einsetzen, aufmerksam machen. „Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche spannende Projekte und Heldentaten für unsere Auszeichnung beworben. Wir sind immer wieder beeindruckt von dem unglaublichen Einsatz unserer Kundinnen und Kunden für Tiere in Not“, sagt „tierisch engagiert“-Verantwortliche Theresa Spenrath. Unterstützt wird die Fressnapf-Initiative bei der Vergabe des Goldenen Fressnapfs auch in diesem Jahr von Moderatorin und Botschafterin Jana Ina Zarrella.

Neben den 5000 Euro Preisgeld würde sich das Tierschutzhof-Team freuen über die „Ehre, Anerkennung und Wertschätzung, dass Kaninchen und kleine Heimtiere es wert sind, zu kämpfen“.

Mehr Infos über den Tierschutzhof gibt es hier.

Abgestimmt werden kann unter der Adresse www.fressnapf.de/tierischengagiert/aktionen/goldenerfressnapf/ noch bis Sonntag, 31. Juli.

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