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Freibad-Planung bei drei Grad

BAD MÜNDER. Drei Grad Lufttemperatur, das Wasser kaum wärmer – Eis bedeckt das Schwimmerbecken. Wahrlich kein Freibadwetter, und doch wird im Rohmelbad bereits für die Saison gearbeitet.

Torsten Köberle, Meister für Bäderbetriebe, berät mit Bauamtsleiter Uwe Hünefeld (r.) über die Ausführung der Arbeiten zur Sanierung des Planschbeckens. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Während sich die Politik aktuell mit den Positionen befasst, die im Haushaltsentwurf zusätzlich zur regulären Bauunterhaltung zur Sanierung des Bades vorgesehen sind, werden im Bad bereits die Vorbereitungen für die Arbeiten getroffen. Zu den größeren Vorhaben, die in diesem Jahr angefasst werden sollen, zählt die Sanierung des Planschbeckens.

Der Bereich für die jüngsten Bad-Besucher soll von Unebenheiten und Kanten befreit werden, die sich im Laufe der Jahre insbesondere im Bodenbereich gebildet haben. Vorgesehen ist das Einbringen einer derben Folie, die auf dem Betonboden ausgebracht und am Beckenrand hochgezogen wird. Weil für diese Arbeiten das bestehende Pflaster ohnehin aufgenommen werden muss, will die Stadt gleich einen Schritt weiter gehen: Neue Einströmdüsen sollen installiert werden, die für eine bessere Durchmischung des Wassers sorgen sollen. Mit rund 26 000 Euro, so Fachdienstleiter Dirk Hitzemann, wird die Planschbeckensanierung veranschlagt.

Montiert werden soll auch ein großes Sonnensegel, für das der Freundeskreis Rohmelbad sich im vergangenen Jahr stark gemacht hatte – das Planschbecken bietet im Sommer bislang keinerlei Schatten. Mit dem Segel soll der Spaß im und am Becken auch bei sengender Sonne länger möglich sein.

Das Sanierungskonzept Rohmelbad sieht auch für die kommenden Jahre erhebliche Investitionen vor. So soll im kommenden Jahr die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens in Angriff genommen werden – ein größeres Projekt, das schon länger geplant wird. Ähnlich der Sanierung des Schwimmerbeckens vor neun Jahren, soll auch das Nichtschwimmerbecken eine neue Betonauskleidung erhalten. Hatte die Verwaltung für das – undichte – Schwimmerbecken noch eine Variante mit einer Stahlwanne prüfen lassen, wurde für den Nichtschwimmerbereich gleich mit Beton geplant. „Einem Spezialbeton, der genau auf das Wasser des Rohmelbades abgestimmt wird“, sagt Hitzemann. Mit rund 122 000 Euro rechnet die Verwaltung für die Sanierung des Beckens, und noch zwei weitere Positionen finden sich im Konzept für das kommende Jahr: 60 000 Euro für die Erneuerung der Warmwasseranlage und Technik, 26 000 Euro für Außenduschen und Durchschreitebecken. Hitzemann macht aber deutlich, dass diese Ansätze bislang lediglich im Konzept stehen – die Realisierung der Vorhaben hänge von der finanziellen Situation der Stadt und letztlich auch davon ab, ob Unternehmen die notwendigen Kapazitäten zur Umsetzung von Aufträgen haben.

Das Sanierungskonzept Rohmelbad wurde 2017 vorgestellt – bis ins Jahr 2034 hatten die Verantwortlichen vorgeplant und Vorhaben aufgelistet, die Politik und Verwaltung im Blick behalten sollten. Im aktuellen Haushaltsentwurf finden sich neben den Vorhaben für dieses und das nächste Jahr auch Berechnungen für weitere Sanierungsmaßnahmen, mit denen bis zum Jahr 2034 gerechnet werden muss – darunter Vorhaben für die Warmwasserbereitung, die Wasseraufbereitung und die Solarabsorberanlage. Sie belaufen sich auf rund 620 000 Euro.



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