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Filmwelt-Center: Bilder aus einer fantastischen Welt

BAKEDE. Ein ganz normaler Wochentag in Bakede – doch in den Räumen des Filmwelt-Centers entwickelt sich ein äußerst ungewöhnliches Fotoshooting: Fotograf Tschiponnique Skupin aus Eldagsen und Bodypainter Enrico Lein aus Berlin haben die Ausstellung von Martin Netter als Location für ein besonderes Projekt gewählt.

Blau als Grundton – dann wird darauf aufgebaut: Bodypainter Enrico Lein (r.) hat Model Barbara Wegener (l.) in die die Filmfigur „Airiam“ verwandelt. Fotos: rp

Die Kommandobrücke eines Raumschiffs, in Netters Filmwelt als Originalrequisite aus der Star-Trek-Serie aufgebaut, soll das passende Ambiente für eine Fotoserie bilden. Im Mittelpunkt steht zunächst jedoch Schauspielerin und Model Barbara Wegener aus Bonn und Leins Arbeit am Model. Als „Transformaker“ bezeichnet sich der Berliner Künstler, und wer ihm bei der Arbeit zusieht, weiß schnell, warum: Lein verändert seine Modelle nicht nur mit Farbe, er setzt auch Latexapplikation für ein außergewöhnliches Erscheinungsbild ein. Und außergewöhnlich ist das, was er gemeinsam mit Tschiponnique Skupin darstellen will, alle Male. Die Geeks – so bezeichnen sich die Fans mit ihrer Begeisterung für die Darstellung von Science-Fiction, Fantasie, Dämonen oder Horror selbst – wollen eine Szene aus der Discovery-Reihe von Star Trek nachstellen.

Skupin hatte als Ideengeber den Kontakt zu Model Wegener aufgebaut sie dazu gebracht, Neuland zu betreten. Wurde das Paintingmodel bisher überwiegend für Messen und Ausstellungen gebucht, geht es dieses Mal um ein aufwendiges Fotoshooting. In einem kleinen Zelt und mit einem Heizlüfter vor der Kälte geschützt, sprüht Lein in verschiedenen Abschnitten die Filmfigur „Airiam“ auf ihren nackten Körper. Nach der blauen Grundfarbe wird in filigraner Feinarbeit die dreidimensional wirkende Struktur aufgebracht. Vier Stunden soll der Transformationsprozess dauern – nach der ersten holt Lein die bereits von ihm vorbereitete Latexapplikation hervor und vollendet seine künstlerische Arbeit am Kopf von „Airiam“. Dabei wird er von Skupins Ehefrau Maria bei der Feinarbeit unterstützt.

Das Familienprojekt komplettiert Sohn Paul Skupin, der gemeinsam mit dem Fotografen die Kommandozentrale vorbereitet. „Bodypainting ist vergänglich. Wir werden mit unserem Konzept die Figuren und Kreaturen passend in Szene setzen und sie bleiben uns dann als Foto erhalten“, erklärt Skupin voller Vorfreude auf das Ergebnis.

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Original-Requisiten aus dem Fundus kommen zum Einsatz

Für die Szene ist noch ein zweites Model, ein „Saru“, vorgesehen – Enrico Lein stellt sich selbst zur Verfügung und hat vorab in seinem Atelier bereits eine Schaumlatexmaske modelliert. „Ich kenne Tschipo schon lange und wir haben schon einige Acts gemeinsam erarbeitet. Es macht immer viel Spaß mit ihm“, erklärt er. Dann legt er selbst Hand an – und macht deutlich: Wenn sich ein Bodypainter seine eigene Gesichtsmaske besprühen muss, ist das schon eine besondere Herausforderung. Beate Netter und Maria Skupin halten den Spiegel in passender Position und Lein kann so sein Werk an sich selbst fertigstellen. Mit passendem Anzug und Stiefel ist die Figur dann komplett.

Nach fünf Stunden Vorbereitung kann das Fotoshooting beginnen. Immer wieder werden Einstellungen verändert, Original-Requisiten aus dem Fundus des Filmwelt-Centers kommen zum Einsatz. Auch Martin Netter ist als Commander mit dabei.

Die Ergebnisse werden nun ausgewertet, die Bilder nachbereitet – und dann weltweit zum Kauf angeboten. Kunden sind dann Presseagenturen weltweit sowie internationale Science-Fiction Magazine. Vorgesehen ist auch eine Veröffentlichung im Kunstkalender von Tschiponnique Skupin, der im November auf den Markt kommt. Erste Fotos werden bei Facebook („Farbkörper“) und Instagram („farbkoerper_bodypainting“) zu sehen sein.



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