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Feuerwehr Nienstedt: Jedes Mitglied zählt

NIENSTEDT. Der 25. Februar wird wahrscheinlich nicht der Schicksalstag der Freiwilligen Feuerwehr in Nienstedt – vielleicht aber der Tag, an dem sich die angespannte Lage der Wehr etwas entspannt: Bürgermeister Hartmut Büttner lädt für den 25. Februar zu einer Bürgerversammlung in Nienstedt ein.

Robert Ascher (l.) zeichnet verdiente Feuerwehrmitglieder aus.

Autor

Gert Mensing Reporter

Er hat die Hoffnung, dass sich an diesem Tag weitere Freiwillige finden, die bereit sind, sich in der Feuerwehr und damit für das Dorf zu engagieren. Denn: Nienstedt als „Perle im Deister“ liegt zwar idyllisch, doch diese Lage bereitet auch Probleme, wenn es um den Brandschutz vor Ort und dessen Sicherstellung mit Kräften aus anderen Ortsteilen geht. Die notwendige Mindeststärke ist insbesondere werktags tagsüber nicht immer gegeben.

Immerhin, so berichtete Ortsbrandmeister Karl-Heinz Wolf jetzt in der Jahresversammlung, habe man aktuell mit 19 Aktiven Männern und Frauen den Höchstwert der vergangenen sieben Jahre erreicht. Dennoch mangele es vor allen an den Wochentagen an Einsatzkräften. Wie Bürgermeister Büttner betonte, seien rund 400 Einwohner, die dienstfähig wären, persönlich eingeladen worden, um die Probleme gerade in Bezug auf die geografische Lage der Ortschaft zu besprechen.

Die Ortsfeuerwehr selbst hatte mit zahlreichen spektakulären Aktionen in den vergangenen Jahren mehrfach versucht, die Einsatzstärke zu erhöhen. Vielbeachtet war die Löschkübelaktion, mit der Feuerwehrleute von Haus zu Haus gingen und auf das Problem der Wehr aufmerksam machten, gewonnen wurden dadurch aber hauptsächlich neue Förderer, keine aktiven Einsatzkräfte.

Als dienstfähig hat sich Ortsbürgermeister Wolfgang Abend-Achilles erwiesen, der allerdings in die Altersbegrenzung fällt. Er habe zwar vor kurzem aus Unachtsamkeit auf seinem Grundstück einen Mülltonnenbrand entfacht, aber dank der schnellen „Alarmierung“ durch andere auch schnell mit Schnee und Wasser löschen können. Abend-Achilles warnte: „So schnell hätte beinahe das unweit stehende Wohnhaus gebrannt“.

Mit einem „Musikzug, den es nicht gibt“ (Hartmut Büttner) wurde die Versammlung der Einsatzkräfte eröffnet und auch beendet. Zahlreiche Mitglieder des ehemaligen Musikzuges hatten traditionell ihre Instrumente mitgebracht und zeigten, dass sie nichts verlernt haben. „Der Musikzug hat schon früher durch seine spontane Art eine besondere Musikrichtung in der Feuerwehr gehabt“, erinnerte sich Ehrenstadtbrandmeister Robert Ascher.

Ascher war es auch, der in Vertretung des Stadtkommandos einen Überblick auf das aktuelle Geschehen der Stadtfeuerwehr gab und Urkunden für Beförderungen und Ehrungen dabei hatte. So konnte er Christian Schrader, der auch seit Jahren als stellvertretender Ortsbrandmeister amtiert, das Niedersächsische Abzeichen für 40-jährige aktive Dienstzeit an die Brust heften.

Beförderungen gab es für Cornelia Kropp und Sven Vesche, die künftig den Dienstgrad Oberlöschmeister tragen. Dazu übergab Ortsbrandmeister Wolf zehn Kameradinnen und Kameraden Urkunden für eine erfolgreiche Fortbildung.



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