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Fachanwältin informiert Integrationshelfer

BAD MÜNDER. Integrationslotsen haben eine verantwortungsvolle Aufgabe – denn die Geflüchteten, um die sie sich kümmern, kommen mit allen Problemen und Fragen zu ihnen, darunter auch rechtliche. Eine falsche Beratung kann hier Schaden anrichten.

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Autor:

Patricia Szabo

Die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Hameln-Pyrmont, zu denen auch Sina Bruns aus Bad Münder gehört, hatten daher Karin Sehr, Fachanwältin für Familien- und Migrationsrecht, nach Bad Münder eingeladen. Rund 30 Integrationshelfer waren zu ihrem rund zweistündigen Vortrag in das Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaals gekommen. Sehr informierte dabei über die rechtlichen Bedingungen im Familien- und Aufenthaltsrecht und skizzierte, welche Missverständnisse dabei entstehen können.

Nach dem deutschen Asylrecht gebe es viele unterschiedliche Kategorien von Geflüchteten, sagte Sehr. Eine häufige Fehlerquelle seien die Begriffe, die klar voneinander abgegrenzt werden sollten. Ein besonderer Augenmerk müsse sich beispielsweise auf die Zusatzblätter richten, die die Geflüchteten zu ihrem Aufenthaltstitel erhalten. Beachte man diese nicht, könne es den Hilfesuchenden sogar den Aufenthalt kosten.

Für Verwirrung sorgen nicht selten auch familienrechtliche Fragen, die ebenfalls folgenschwere Auswirkungen auf den Aufenthaltsstatus haben können. Dazu zählen zum Beispiel religiös geschlossene Ehen, verheiratete minderjährige Geflüchtete oder Mehrehen, die sowohl schutzsuchende Familien als auch deutsche Ämter und Integrationshelfer vor Probleme stellen.sza



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