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Erste Reden: Das sagten die heimischen Abgeordneten im Bundestag

BAD MÜNDER/BERLIN. Premiere für die heimische Bundestagsabgeordnete Mareike Lotte Wulf (CDU): In der vergangenen Woche hielt sie ihre erste Rede im Bundestag. Helge Limburg (Grüne) hielt als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Recht seine erste Rede im Deutschen Bundestag bereits am 12. Januar.

Karen Klages

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Karen Schreiber Reporterin zur Autorenseite
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Zum Internationalen Frauentag am 8. März sprach sich Wulf in Berlin für die Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von Frauen aus.

„Corona ist eine Krise der Frauen“, so Wulf, die mit dem Wahlkreis Hameln-Pyrmont/Holzminden auch Bad Münder in Berlin vertritt. In der Pandemie tragen sie vor allem im Gesundheitswesen eine Hauptlast auf ihren Schultern; im Lockdown machen sie gleichzeitig Homeoffice und versorgen die Kinder; in Grundschulen und Kitas, in denen vor allem viele weibliche Beschäftigte arbeiten, seien sie dem Virus besonders ausgesetzt. Wulf betonte, dass zudem die Jobs, in denen häufig Frauen arbeiten, durch die Pandemie gefährdet seien. Frauen seien in der Corona-Krise auch vermehrt Opfer häuslicher und sexualisierter Gewalt geworden.

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Von der Regierung wünsche sich die CDU-Politikerin „ein bisschen mehr als wohlwollende Appelle und Ankündigungen, ein bisschen mehr Konkretes – das haben die Frauen in diesem Land verdient“.

Helge Limburg (Grüne)

Helge Limburg, der das Weserbergland für Bündnis 90/ Die Grünen in Berlin vertritt, hielt als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Recht seine erste Rede im Deutschen Bundestag bereits am 12. Januar. Dabei wies er einen AfD-Politiker, der vor ihm gesprochen hatte, in die Schranken, mit den Worten, dass „der einzige Beitrag zur Rechtspolitik, den ich in Ihrer Rede erkannt habe, war der, dass Sie eine Parallele aufgezeigt haben zwischen einem Gerichtssaal und dem Plenarsaal, nämlich die, dass jede noch so abseitige Meinung irgendwie vorgetragen werden darf, aber gleichzeitig diejenigen, die versuchen, mangelnde inhaltliche Substanz durch Lautstärke und Frechheit zu ersetzen, am Ende eben nicht recht bekommen“. Beifall von allen Fraktionen, außer der AfD. Laut Limburg sei zudem eine Demokratie ohne Rechtsstaat wenig wert. „Beides gehört zusammen“, so der Grüne im Bundestag.

Bei seiner zweiten Rede nur wenige Wochen später an gleicher Stelle äußerte sich Limburg zur Impfdebatte: „Eine allgemeine, mit Strafen bewehrte Pflicht, sich impfen zu lassen, wäre deshalb ein gewichtiger Eingriff in diese Grundrechte – die Pflicht, eine Substanz in seinen Körper aufzunehmen, ist natürlich ein Eingriff –, und sie müsste gut begründet sein.“ Limburg hat sich nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob er für oder gegen eine Impfpflicht stimmen werde.




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