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Er brachte vielen das Schwimmen bei: Peter Mönkeberg wird 80

BAD MÜNDER. Peter Mönkeberg hat viel gesehen – und vor allem viel für andere getan. Aber das hat er noch nicht erlebt: „Seine“ Musiker von der Haworth-Werkskapelle beehren ihn am Mittwoch zu Hause, um sich zu einer ganz besonderen Probe zu treffen. Denn der Ur-Münderaner begeht seinen 80. Geburtstag.

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Autor:

Jana Grube

Und er wird nicht müde, sich weiterhin für das Gemeinwohl einzusetzen.

Ob als Schwimmmeister im Ruhestand, überzeugter Feuerwehrmann, passionierter Schlagzeuger, Weihnachtsmann auf Zeit oder Ratsherr: „Ich bin stolz, wenn ich helfen kann“, erklärt der Jubilar seinen Einsatz, den er – bis auf die Politik – bereits seit mehreren Jahrzehnten lebt. Nein, er fühlt sich nicht so alt, wie es auf dem Papier steht. Solange er kann, macht er weiter. „Ich bin selig, ich habe eine tolle Familie und eine liebe Frau, die einen Haufen mitgemacht hat“, betont er. Sein bescheidener Geburtstagswunsch: „Ich möchte weiterhin gesund und so aktiv bei meinen Musikern bleiben.“

Bekannt ist Mönkeberg in Bad Münder vor allem als Schwimmmeister – oder, wie er selbst, sagt: als „Mister O-A-I“, in Anlehnung an die Bewegungen von Beinen und Armen unter Wasser, die er schätzungsweise allein 800 Kindern und 500 Erwachsenen beigebracht hat. Sein Erfolgsrezept: „Ganz einfach: Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist.“ Dazu gehört neben aller Disziplin auch stets ein flotter Spruch. Seit 2002 – nach fast 30 Jahren im Dienste der Stadt – ist er im Ruhestand. Aber noch heute geht er seiner Leidenschaft nach und erteilt Schwimmunterricht. Zuvor war er, wie schon sein Vater und Großvater, im Sommer als Maurer und im Winter als Hausschlachter tätig. Doch bereits während seiner Lehre trat er der DLRG bei und absolvierte seinen Schwimmmeisterlehrgang. „Ich habe jedes Wochenende im Rohmelbad verbracht und die Aufsicht mitgemacht“, erinnert er sich, während er einen Ordner mit Dokumenten und Schwarz-Weiß-Fotos aus vergangenen Jahrzehnten wälzt. Darunter: zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im Deutschen Roten Kreuz und in der Feuerwehr. Stolze 195 Mal hat Mönkeberg Blut gespendet, bis er aus Altersgründen nicht mehr durfte. Zehn Jahre unterstützte er als ausgebildeter Feldkoch die Einheiten des Bevölkerungsschutzes und war auch als Sanitäter aktiv.

Seit 1954 engagiert er sich im Brandwesen, war 18 Jahre lang – von 1981 bis 1999 – stellvertretender Ortsbrandmeister in Bad Münder.

Von 2001 bis Ende vergangenen Jahres erklärte er als Brandschutzerzieher Kindern, welche Gefahren Feuer birgt. „Er ist Feuerwehrmann durch und durch“, sagt seine Frau Herta, die er 1962 geheiratet hat. Ein Jahr später kam Sohn Andreas zu Welt, 1967 Tochter Ulrike.

Dennoch blieb Zeit für weitere Hobbys. Als Torwart stand er in den Fünfzigern für die 1. Tuspo-Herrenmannschaft in der Amateurliga auf dem Fußballplatz, stieg sogar für eine Saison zum Trainer auf. Er spielte Faustball und versuchte sich im Boxen – erfolglos: „Das war nichts für mich; ich kann niemandem wehtun.“

Hatte er sich in jungen Jahren mit Tanzmusik einen Pfennig dazuverdient, wechselte er später in den Musikzug der Feuerwehr Bad Münder und in die Haworth-Werkskapelle. Auch bei den Bakeder Kameraden hilft er seit Jahren aus. Jeden Dezember verwandelt er sich traditionell in den Weihnachtsmann, der Kinderaugen zum Strahlen bringt. Und seit der jüngsten Kommunalwahl bringt er sich als Mitglied der „pro Bürger“-Fraktion im Stadtrat auch noch politisch ein, vor allem im Feuerwehrwesen. Eine Herzensangelegenheit, so Mönkeberg.

Obgleich er bereits viel für die Bevölkerung getan hat, lautet sein Credo: „Man kann nie genug machen. Ich freue mich einfach, wenn ich helfen kann.“



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