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Ein Vorbild: Politiker und Sport-Funktionär Horst Dey (85) aus Flegessen gestorben

Er hat jahrzehntelang Zeit und Herzblut in seine Heimat investiert: Jetzt ist der Flegesser Horst Dey im Alter von 85 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

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Menschen, die ihre freie Zeit, ja ihr Leben über Jahrzehnte der eigenen Heimat widmen – sie sind selten. Horst Dey war einer von ihnen: 73 Jahre lang war Dey Mitglied im FC Flegessen-Hasperde, davon 41 Jahre lang als Vorsitzender. Dey gilt als treibende Kraft hinter dem Bau der Sporthalle, die an seinem Geburtstag am 1. Juli 2005 eingeweiht wurde. Und er hat lange Jahre die Geschicke seines Heimatorts und der Stadt Bad Münder politisch gesteuert, saß von 1981 bis 2006 für die SPD im Stadtrat, sogar bis 2011 im Flegesser Ortsrat. Als Dey 2014 für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz erhielt, bescheinigte der damalige Landrat Tjark Bartels dem Flegesser ein Engagement „mit Herz und Verstand“.

Dey, geboren am 1. Juli 1937, kam mit neun Jahren mit seiner Familie nach Flegessen. Vier Jahre später trat der leidenschaftliche Fußballer dann in den FC ein, übernahm ab 1964 erstmals als Schriftführer Verantwortung im Vorstand. Und rückte am 3. Dezember 1971 an die Spitze des FC, an der er bis Ende Januar 2012 blieb. Unter Deys Regie fusionierten 1974 die beiden Flegesser Sportvereine TuSpo und FC; die Mitgliederzahl wuchs auf mehr als 500.

Engagiert für den Sportplatz

Dey engagierte sich auch für einen neuen Sportplatz – und vor allem für den Bau der Sporthalle, sammelte hunderttausende Mark ein, koordinierte die Eigenleistung der Mitglieder – und feierte schließlich 2005 bei der Einweihung mit. Eine wahre Mammutaufgabe, die auch an seinen Nerven zehrte: „Als es um die Beschaffung des Geldes ging, hatte ich einige schlaflose Nächte“, erinnerte sich Dey 2014. Und war doch bis zuletzt stolz auf stolz auf das, was heute als zentraler Punkt des Ortes gesehen wird.

Trotz allem hatte Dey noch Luft – für noch mehr Ehrenamt: 1981 begann er in Stadt- und Ortsrat mit der Lokalpolitik, engagierte sich vor allem für Bildung, für Soziales, aber auch für Sport. Nicht nur der Erhalt der Flegesser Grundschule war ihm dabei eine Herzensangelegenheit. Und auch hier blieb Dey jahrzehntelang bei der Stange. 2001 zeichnete ihn die Stadt den Sozialdemokraten für sein Engagement mit dem renommierten Ehrenring aus.

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