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„Die Weltliga der Jazzchor-Szene“

BAD MÜNDER. „Standing Ovations hatten wir schon öfter, aber dieses Konzert war einfach der Hammer“, schwärmte Petri-Pauli-Hausherr Pastor Dietmar Adler. Am Ende erklang in der proppenvollen Kirche ein fast nicht enden wollender Beifallssturm.

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Autor

Christoph Huppert Reporter

Das Eröffnungskonzert der 31. Auflage der „Musikwochen Weserbergland“ geriet zu einer wahren Jazz-Sternstunde. Auch Christiane Klein, Kreiskantorin im Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder, die die Musikwochen zusammen mit ihrem Kollegen Stefan Vanselow aus dem Kirchenkreis Hameln-Pyrmont organisiert hat, stellte fest: „Das ist schon die Weltliga der Jazzchor-Szene, die müssen sich vor den Schweden und New Yorkern nicht verstecken.“

Mit dem Jazzchor Freiburg unter der Leitung des an der Popakademie Mannheim lehrenden Bertand Gröger, der den Chor 1990 gegründet und zu zahllosen Erfolgen und Auszeichnungen geführt hat, war Klein ein Glücksgriff gelungen. Elf hochinteressante Arrangements und Eigenkompositionen rissen die Zuhörer mit, etwa die von Sängerin Neele Pfleiderer geschriebene Komposition „Like Sand In My Hands“ oder „When God Created the Coffeebreak“ des bei einem Tauchunfall umgekommenen Esbjörn Svensson. Nach dem von Gröger meisterhaft arrangierten „Birdland“ war aber noch nicht Schluss, und in den Zugaben überraschte Johannes Jäck mit einer stark beklatschten Beatbox-Einlage.

„Acht Konzerte stehen insgesamt auf dem diesjährigen Programmzettel der Musikwochen“, so Vanselow. Das breit gestreute Angebot reicht vom Familienkonzert „Achtung Baustelle!“ für Kinder ab sechs Jahren in der Klosterkirche Kemnade über eine „Tango-Messe in der Johanniskirche Bevern, einem Auftritt von Thomas Quasthoff in St. Nicolai Hameln bis zu Gesängen von Hildegard von Bingen im Kloster Amelungsborn und Georg Friedrich Händels „God Save the King“-Anthems auf dem Rittergut Westerbrak.

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Alles zum Nulltarif? „Kann man so nicht sagen“, sagt Klein. Rund ein Drittel der Kosten wird durch langjährig treue Firmen übernommen, ein Drittel ist institutionelle Förderung, das letzte Drittel zahlen die Besucher der einzelnen Veranstaltungen. „Allerdings nicht zu festgesetzten Eintrittspreisen, sondern jeder gibt, was er kann. Da wir eine Auslastung über 90 Prozent haben, können wir dieses Modell wagen.“

So öffnete das fulminante Konzert des Jazz-Chores, dem als Warmmacher der Projektchor des Kirchenkreises Holzminden vorangegangen war, nicht nur die Herzen, sondern auch die Geldbörsen der Besucher. Ein Musikwochenauftakt nach Maß.



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