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Die Nabu-Jugend auf Tour: Ein Wald voller Geheimnisse

BAKEDE. Den Wald im Süntel mit seinen Besonderheiten und Geheimnissen erkunden – das klingt nach Abenteuer, und so waren die Mitglieder der Nabu-Jugend Bad Münder Feuer und Flamme, als Nico Panoussis vorschlug, einen Ausflug mit einer Erkundungstour zu verbinden. Mit Volker Wenthe, Vorsitzender der Forstgenossenschaft Bakede, bot sich ein versierter Kenner des Waldes als Führer an.

Autor

Gert Mensing Reporter
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Und Wenthe wusste auch, wie viele unterschiedliche Stationen recht schnell erreicht werden können: Die Nabu-Jugend startete mit Eltern zu einer Treckertour mit dem Wagen des Bürgervereins durch den Süntel. Die erste Station, die Volker Wenthe den Wald-Besuchern präsentierte, war mit einem Fußmarsch verbunden. Der Weg von Kessiehausen aus zum Dachtelfeld wurde erwandert, 15 Kinder und ihre Eltern erkundeten den Bakeder Weg der Sinne. Auf dem Weg stehen Schilder mit Informationen zu den verschiedenen „Bäumen des Jahres“.

Von Süntel-Details und außergewöhnlichen Plätzen

Die anschließende Fahrt des Treckergespanns wurde immer wieder unterbrochen, Wenthe wies auf Besonderheiten und außergewöhnliche Plätze hin, schilderte Süntel-Details und beantwortete kundig die zahlreichen Fragen seiner Gäste.

Und wo selbst Süntel-Experte Wenthe nicht sicher war, sprang ein anderer Fachmann ein: Horst Ebeling, ehemaliger Revierförster, stand gerne Rede und Antwort.

Horst Ebeling (v.r.) und Volker Wenthe beantworten mit großem Süntel-Fachwissen die Fragen der Gruppe, die Nico Panoussis für die Tour begeistert hat. Foto: Mensing

Zur Mittagspause in einer Schutzhütte im Dachtelfeld, direkt neben zwei vor rund 40 Jahren gepflanzten Süntelbuchen, überraschte der ADAC-Ortsclub die Kinder mit Geschenken. Wenthe ist nicht nur Vorsitzender der Forstgenossenschaft, er steht auch dem örtlichen ADAC vor, und so wurde die Pause mit einem Würfelspiel, bei dem Teddys, Rucksäcke und große Mau-Mau-Spiele für das Freibad oder den Garten gewonnen werden konnten, gefüllt. ADAC-Vertreter machten deutlich, dass der Club bereits seit Jahren viel Wert auf Touristik und Naturschutz legt, den Motorsport ganz aus seinem Angebot genommen hat.

Der Süntelsee: Verstecktes Naturschutz-Idyll

Das eigentliche Ziel der Tour, der Süntelsee, wurde erst nach der Pause erreicht. Der ist für Nichteingeweihte nicht leicht zu finden, ist er doch auf kaum einer Karte eingetragen oder ausgeschildert – und das aus gutem Grund: der See gilt als Naturschutz-Idyll. „Ich habe sogar einen Blutegel gesehen“, berichtet der zwölfjährige Tade stolz. Sein Vater Jens Becker, stellvertretender Nabu-Vorsitzender in Bad Münder, war ähnlich angetan von der Tour: „Wir haben viele interessante Aspekte über das Ökosystem Wald und den Süntel im speziellen erfahren, die Baumarten des Süntels kennengelernt.“ In Bezug auf den Naturschutz bemerkte er: „Man kann nur schützen, was man auch emotional erlebt und kennen gelernt hat“.

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