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Daten für das Wohnen der Zukunft

BAD MÜNDER. Passt das Angebot an Wohnungen und Häusern in Bad Münder eigentlich zur Nachfrage? Die Stadt hat sich auf den Weg gemacht, das möglichst optimale Vorgehen zur Schaffung von Wohnraum Bad Münder zu ermitteln – und begleitet dieses Vorhaben mit einer Umfrage.

Platz für Wohnraum? Das ehemalige Grundschulgebäude könnte neuen Wohnhäusern Platz machen. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Diskutiert wird bereits seit längerer Zeit, ob sinkenden Einwohnerzahlen mit attraktiven Angeboten Einhalt geboten werden kann. Kaum ein Ortsbürgermeister, der nicht gern ein neues Baugebiet ausgewiesen sehen möchte. Kaum ein Gespräch über die Infrastruktur in der Stadt und den Dörfern, indem nicht die Frage nach zeitgemäßen Wohnungen und Häusern gestellt wird. Um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, hat die Stadt zur Unterstützung das GEWOS-Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung in Berlin ins Boot geholt. Die Experten des Beratungsunternehmens sind darauf spezialisiert, Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber zu entwickeln. Hat die Stadt bislang einen Schwerpunkt auf die „Verdichtung im Innenbereich“ gelegt, gibt es spätestens seit dem Erfolg des Baugebietes nördliches Südfeld auch Überlegungen, ein weiteres Baugebiet auszuweisen. Anika John, Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung, betont, dass es darum gehe, möglichst bedarfsgerecht zu planen. Dazu sei es unter anderem hilfreich, mehr über die Situation und Pläne der Menschen vor Ort zu erfahren. Fragen nach der aktuellen Wohnsituation finden sich daher in der aktuellen Online-Umfrage ebenso wie nach der Planung für die kommenden Jahre, der Größe des Haushalts und der gewünschten Wohnform.

Wenn sich beispielsweise abzeichne, dass in den kommenden Jahren ein höherer Bedarf an barrierefreien Wohnungen im Segment 50 bis 60 Quadratmeter Wohnfläche benötigt werde, dann sei das eine Erkenntnis, auf die entsprechend reagiert werden müsse.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen das Bild vervollständigen, das die Experten auf Basis anderer Kennziffern der Kommune erstellen. Dabei kann das Berliner Institut auch auf Daten und Erkenntnisse zurückgreifen, die im Jahr 2016 gewonnen wurden, als GEWOS ein Wohnraumversorgungskonzept für den Landkreis mit Ausnahme Hamelns erstellte. Diese Grundlage habe auch dazu geführt, dass Politik und Verwaltung das Institut ausgewählt hätten, so John.

Die Erkenntnisse der Studie will die Stadt für die weitere Planung verwenden, sie will sie aber auch als Zusatzinformation für Investoren und Entwickler nutzen. Wichtig könnten sie beispielsweise werden, wenn es um Fördermittel des Landes bei der Schaffung von Wohnraum gehe. Erwartet werden erste Ergebnisse für Anfang April.

Die Online-Umfrage findet sich auf der Homepage der Stadt und unter https://wohneninbadmuender.de/. Sie ist bis zum 28. Februar geschaltet, Vertraulichkeit sichert die Stadt den Teilnehmern zu.



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