weather-image
23°

Bakede feiert zum 50. Mal ein Dorfgemeinschaftsfest

BAKEDE. Rummel, Musik und Party: Vier Tage lang wurde zu Pfingsten in Bakede ausgelassen gefeiert. Das letzte verbliebene große Zeltfest im Stadtgebiet, das Jahr für Jahr begangen wird, fand bereits zum 50. Mal statt.

Ausgelassenes Feiern zur Musik von „Groovetop“. Foto: gmen

Autor:

GERT MENSING und Jens Rathmann

Ein Jubiläum, das nicht nur die Erweiterung um einen (Feier-)Tag rechtfertigte, der Anlass lieferte auch den würdigen Rahmen für eine Vielzahl von Ehrungen engagierter Bakeder.

Beim Besuch machten sich die Pfingstferien bemerkbar, einige Familien mit Kindern waren verreist, doch die Stimmung der in Bakede Feiernden war anhaltend ausgelassen. Dass zum Auftakt im Festzeit am Freitagabend noch etwas Platz war, kam den Festplatz-Besuchern zugute, die von einem heftigen Regenschauer überrascht wurden. Nach dem Kommers zog ein Gewitter mit anschließendem Dauerregen durchs Sünteltal.

Im Zelt hatten kurz zuvor noch die „Dream Girls“ aus Springe kräftig eingeheizt, die Sieger der Vereinswettkämpfe waren mit Pokalen ausgezeichnet worden. Ein DJ legte auf – gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden.

5 Bilder
Hat zum letzten Mal die Mütze auf: Ortsbürgermeister Rolf Wittich will bei der Organisation des Festes künftig kürzertreten.

Musikalische Begleitung ganz anderer Art gab es tags drauf beim großen Kinderumzug durchs Dorf: Ortsbürgermeister Rolf Wittich hatte den Rattenfänger von Hameln eingeladen, die Kinder durchs Dorf zu führen. Ausdrücklich durchs Dorf, nicht hinaus, und Michael Boyer, weit über die Grenzen Hamelns als Rattenfänger bekannt, hielt sich daran. Eine bunte Kinderschar folgte dem Pfeifer.

Im Festzelt, wo schon zahlreiche Senioren zum Kaffee eingekehrt waren, erinnerte der Rattenfänger an seine Sage – der Ortsbürgermeister zahlte ihn schnell aus, bevor sich Geschichte wiederholen konnte. Zehn „Gulden“ gab ihm der Pfeifer zurück, und als er aus dem Festzelt auszog, hatte er noch einen sagenhaften Trunk im Gepäck: einen edlen Tropfen vom Süntelgeist.

In Bakede gestalteten Schul- und Kindergartenkinder das Programm des Seniorennachmittages im Zelt, und unter der Leitung von Michaela Barthel und Ina Idensen hatten sie zahlreiche Tänze einstudiert.

Zum Ausklang des Nachmittages gab es dann Lachsalven. Denn Horst Schleimer vom Grevenbroicher Tagesblatt war zu Gast. Sven Köhne aus Wallensen hatte seine Figur an den Horst Schlemmer von Hape Kerkeling angelehnt – und erntete mit seinen Lokalgeschichten von der Freibadbesetzung durch Kinder vor 40 Jahren und den Vergleich Bakedes mit einem kleinen gallischen Dorf großen Beifall.

Auch die Nachbarn sind
beim Umzug mit dabei

Etwas kürzer als in den vergangenen Jahren fiel der Festumzug aus, der gleichzeitig auch zur Demonstration guter Nachbarschaft wurde: Sowohl aus Beber und Rohrsen sowie aus Hamelspringe waren Vereine mit zahlreichen Teilnehmern gekommen. „Einige fehlen, die haben gestern bei der Diskonacht zuviel Kraft gelassen“, entschuldigte Jörg Höbeling seine Mitstreiter.

Im Festzelt präsentierten sich anschließend der Musikverein Bennigsen unter der Leitung von Uwe Keunecke und der Spielmannszug aus Lindhorst in einem Konzert. Für den Spielmannszug des Schützenvereins aus Gümmer und seinen Leiter Felix Langhorst war nach dem Konzert aber wider Erwarten noch lange nicht Schluss. Denn die Volleyballerinnen des TSV Hamelspringe mit Unterstützung der Sportlerinnen vom MTV „Friesen“ nahmen sie in ihre Mitte und forderten sie auf, ihre Instrumente wieder auszupacken. Das heizte die Stimmung noch einmal kräftig an – und das schon am Nachmittag.

Zum Abschluss des viertägigen Feiermarathons wurde dann am Montag noch einmal an die 50-jährige Geschichte des Dorfgemeinschaftsfests erinnert. Peter Meyer stellte geladenen Gästen wie der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, dem Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann – seine Kollegin Petra Joumaah gratulierte per Telefon - und der stellvertretenden Landrätin Ruth Leunig vor, wie sich ein Kreis Engagierter im Jahr 1968 auf eine jährliche Festveranstaltung verständigte. Auch Bürgermeister Hartmut Büttner und sein Herausforderer Dirk Barkowski zählten zu den Gästen. Als „Frau der ersten Sunde“, die den Beschluss mittrug, dankten Meyer und Ortsbürgermeister Wittich Helma Ott mit Blumen für den damals gelegten Grundstein.

Mit Blumen und speziell für diesen Anlass entworfenen Schals würdigten die Organisatoren dann auch andere Aktive, die sich über viele Jahre für das Fest eingesetzt haben, außerdem ging der besondere Dank an viele ehrenamtlich Tätige im Ort – sie würden, so Wittich, ihren Einsatz oftmals als selbstverständlich sehen, doch genau das sei er nicht.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt