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„Bad Münder 4.0“ will Existenzgründer beraten

BAD MÜNDER. Das Thema? Naheliegend. Schon lange kritisiert die CDU die aus ihrer Sicht mangelnde Wirtschaftsförderung von Bürgermeister Hartmut Büttner. Jetzt hat sich auch das aus der Partei heraus geformte Bündnis „Bad Münder 4.0“ der Sache angenommen – allerdings streng nach den eigenen Vorgaben ohne direkte Kritik.

Plakat statt leeres Schaufenster: „Bad Münder 4.0“ wirbt in der Innenstadt für seine Existenzgründer-Hilfe. Foto: oelmann/Bad münder 4.0
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Man wolle ambitionierten Existenzgründern ehrenamtliche Anschubhilfe geben, kündigt Sprecher Dirk Barkowski an.

„Das fängt an bei der Bewertung einer Geschäftsidee über die Erstellung eines Businessplans bis hin zur persönlichen Begleitung der Bankgespräche“, so Barkowski, der „Bad Münder 4.0“ im November als überparteiliche Denkfabrik zusammen mit CDU-Chef Hans-Ulrich Siegmund vorgestellt hatte.

Oftmals koste eine so umfangreiche Beratung und Unterstützung Geld, so Barkowski: „Und das, lange bevor man erste mögliche Einnahmen hat.“ Um ihr Angebot vorzustellen, hängten die Aktiven jetzt Plakate in den Schaufenstern verschiedener leer stehender Innenstadt-Geschäfte auf. Tenor: „Wir investieren gerne in Sie, Ihre Ideen, in Ihre neue Existenz.“

Laut Barkowski kommen in den kommenden Wochen in einigen Ortsteilen weitere Plakate hinzu – „sobald Einvernehmen mit den jeweiligen Eigentümern der betroffenen Immobilien gefunden ist“. Bislang gibt es auch unter Beteiligung des Landkreises bereits zahlreiche Veranstaltungen und teils kostenlose Beratungsangebote – etwa das Netzwerk „Startup Hameln-Pyrmont“. Auch die Stadt selbst kooperiert mit diesen Angeboten, hält auf ihrer Internetseite eine Checkliste zur Existenzgründung vor.

Barkowski setzt auf die Erfahrung und die Kompetenzen, die das „Bad Münder 4.0“-Team mit sich bringe: „Netzwerken ist wichtig. Wenn jeder seine Begabungen und Erfahrungen einbringt, kann man was bewegen. Gleichzeitig wollen die Macher nicht nur Existenzgründer, sondern alle Bürger um deren Meinung, deren Wünsche bitten – per Umfrage. Wichtig ist Barkowski: „Wir wollen alle Gedanken kennen – ohne Rücksicht auf Realisierbarkeit.“

Die Umfrage gibt es im Internet (Adresse: www.umfrage.land) – sie umfasst nicht nur grundsätzliche Fragen zum Leben oder Einkaufen in Bad Münder, sondern auch Meinungsfragen zu Themen wie dem Solebad oder der vom Bürgermeister ins Spiel gebrachten Video-Überwachung im Kurpark. Barkowski betont, man wolle für Bürger, die nicht per Internet erreichbar sind, eine Papierversion bereitstellen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dann für weitere Aktionen von „Bad Münder 4.0“ dienen.

Die selbstgetaufte „Denkfabrik“ unter Barkowskis Führung ist ein aus CDU-Kreisen gegründetes Projekt. Man habe, sagte Siegmund, keine Lust mehr auf den üblichen Wahlkampf gehabt. Stattdessen soll nun mit einem möglichst überparteilichen Anstrich und unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit ein Konzept für die Zukunft der Stadt entstehen.

Präsentieren wollen die Macher dieses Konzept dann kurz vor der Bürgermeisterwahl, die im November 2019 ansteht. Einen eigenen Kandidaten hat die CDU bisher noch nicht benannt, will das auch erst im kommenden Jahr tun. Die SPD tritt mit Amtsinhaber Hartmut Büttner an – den hat die Partei bereits nominiert. Büttner wiederum hatte Siegmund bei der Wahl im Februar 2012 mit 53 zu 39 Prozent geschlagen. Der parteilose Dennis Kühn kam damals auf 13 Prozent.



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