weather-image
24°

ARD berichtet aus Flegessen, Hasperde und Klein Süntel

FLEGESSEN. Sie machen. Gehen es an. Nicht, damit über sie geredet wird, sie im Mittelpunkt stehen – das ist vielen Akteuren der Dörfergemeinschaft Flegessen, Hasperde und Klein Süntel sogar unangenehm. Sie setzen sich ein, engagieren sich, weil sie etwas für ihre Ortschaft und Zukunft bewirken wollen.

270_0900_104756_lkbm109_1708_NDR_in_Flegessen_1.jpg
Jens

Autor

Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Und sie haben gemerkt: Ihre Arbeit trägt tatsächlich Früchte. Sie können etwas bewegen.

Dieses Engagement, das quasi als ein Gegenentwurf zum viel beschworenen Dorfsterben gesehen werden kann, ist bereits mehrfach herausgestellt worden. „Bundessieger kerniges Dorf“, „Ausgezeichneter Ort“ im „Land der Ideen“, „Deutscher Bürgerpreis“, „Bundessieger neue Nachbarschaft“ sind Auszeichnungen, die in den vergangenen Jahren an den Süntelrand gingen, weitere werden – sicher – folgen. Sie lenkten aber auch die Aufmerksamkeit der ARD auf Flegessen, Hasperde und Klein Süntel. Eine Woche lang werden die Dörfer mit dem, was sich unter dem etwas sperrigen Stichwort „Zukunftsfähigkeits-Gestalten“ zusammenfassen lässt, im Mittelpunkt der Themenwoche „Land in Sicht“ in der ARD stehen.

Ihre Ideen und Ansätze, das Wirken im offenen Kreis der Ideenwerkstatt Dorfzukunft einem Millionenpublikum vorstellen zu können und damit zum Nachdenken anzuregen, das war für die Akteure auch einer der wichtigsten Gründe, einem vierköpfigen NDR-Team gleich für mehrere Drehtage als Interviewpartner zur Verfügung zu stehen und Türen weit zu öffnen. Beispielsweise Henning Austmann: „Was könnten wir gemeinsam bewegen, wenn sich überall Menschen auf den Weg machen und ihre Zukunftsfähigkeit in die eigene Hand nehmen statt auf Rettung durch andere zu warten?“, sinniert er und strahlt dabei in die Kamera.

In der Themenwoche zum Landleben fragt die ARD ab kommendem Montag, wie Menschen in ihren Dörfern leben, was das Landleben für Städter wieder interessant machen kann und wie es geschafft werden kann, ein Dorf zum attraktiven Lebensraum für Jung und Alt zu machen. Für NDR-Redakteurin Nina Reckemeyer Fragen, mit denen sie auf Menschen in den drei Orten am Süntel zuging und mit denen sie ihre eigene Heimat viel besser kennenlernte. Dabei kam der Anstoß, den Regio-Bio-Dorfladen im Strohballenhaus oder die Mobilitätsideen, die basisdemokratischen „Küchentischrunden“ oder das Dorfkino in der Kirche in den Mittelpunkt zu stellen, von einer Redakteurin aus dem fernen Köln, erklärt Reckemeyer. Sie hat sich in den vergangenen Tagen von dem, was sie als „außergewöhnlich aktive und innovative Dörfergemeinschaft“ bezeichnet, begeistern lassen. Austmann kann diese Begeisterung gut nachvollziehen: „Was hier an Engagement in diversen Vereinen und Organisationen stattfindet, ist einfach überragend.“

Im Mittelpunkt der fünf Beiträge, die morgens bundesweit im Morgenmagazin und abends im NDR-Format „Hallo Niedersachsen“ zu sehen sein werden, hat das Fernsehteam die Aktivitäten gestellt, die über klassisches Dorfleben und traditionelle Dorfentwicklung hinausgehen. Vor allem das Wirken der vereinsübergreifend denkenden „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ interessierte die Redakteure, da nicht nur klassische ländliche Herausforderungen wie Leerstand und leere Kassen, sondern auch globale Herausforderungen wie der Klimawandel, das Artensterben oder schwindende Ressourcen in die Entwicklung neuer Projektideen einfließen.

Sendetermine: Fünf Filme über das gemeinschaftliche Anpacken in Flegessen, Hasperde und Klein Süntel werden vom 20. bis 24. August zwei Mal am Tag gezeigt: morgens im ARD-Morgenmagazin (zwischen 5.30 und 9 Uhr), abends im NDR Fernsehen bei „Hallo Niedersachsen“ (zwischen 19.30 und 20 Uhr).

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare