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Als Dankeschön ein Hauskonzert: Nick March in Bad Münder

BAD MÜNDER. Noch sind die Arbeiten am Gebäude in der Deisterallee nicht abgeschlossen. Seit April arbeiten Melanie und Nico Vogt daran, das 1936 gebaute Haus komplett zu sanieren. Viele Jahre lebte der im vergangenen Jahr verstorbene ehemalige Stadtdirektor Hermann Weber mit seiner Familie unter dieser Adresse.

Ein Konzert auf der Baustelle: Nick March singt vom Loslassen und Festhalten, aber auch vom Lieben und Hassen und trifft den Nerv seiner Zuhörer. Foto: Huppert

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Christoph Huppert Reporter

„Die Wände waren noch sehr gut isoliert“, berichtet Nico Vogt. Vieles andere wie die Holzdecke im Obergeschoss jedoch habe grunderneuert werden müssen. Dabei sind viele Helfer dem Ehepaar und seinen beiden Kindern, dem vierjährigen Marlon und seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Josefina, zur Hand gegangen. Mit einem Hauskonzert haben sich die Vogts jetzt bei ihren Unterstützern bedankt.

Neben dem großen Weihnachtsbaum und vielen Tellern mit weihnachtlichen Naschereien hatten sich zahlreiche Nachbarn, Freunde und Helfer zum Dankeschön-Konzert eingefunden. „Noch ist´s ein bisschen Baustelle, aber das wird“, sagt der Bauherr. Der 32-jährige Maschinenbauer und seine Frau hatten den Musiker Nick March bei der Taufe ihrer Tochter kennengelernt. Der seit 2012 in Hamburg lebende Musiker hat sich vor kurzem auf eigene Füße gestellt. „Ich bin selbstständiger Musiker“, sagt er stolz. Seit drei Jahren bietet er neben seiner Arbeit in einer Band auch Hauskonzerte an. „Ich suche mir die Kunden dabei vor allem über Facebook“, erklärt der 26-Jährige. Immerhin umfasst sein potenzieller Kundenstamm dort schon über 3000 Freunde. Seit fünf Wochen ist March bereits auf Hauskonzerttour unterwegs. „Dies ist jetzt mein 14. Auftritt“, sagt er. Die Voraussetzung für ein Hauskonzert? „Mindestens fünf Zuhörer, eine Steckdose, ein bisschen was zu trinken und natürlich musikbegeisterte Leute.“

In den zweimal 30 Minuten seines exklusiven Auftrittes singt der Musiker, der sich mit der Gitarre begleitet, vor allem Eigenkompositionen. So wie den Eröffnungssong „Schwarz Weiß“, dem Josefine, Marlon und ihre Freundin Paula interessiert lauschen.

Am liebsten singe er deutsche Balladen, erklärt Nick March. Etwa im Stil von Johannes Oerding, mit dessen Produzentin er auch schon zusammengearbeitet habe. „Liedermacher, Singer-Songwriter, das ist so meine Richtung“, charakterisiert der aus Hameln stammende Musiker seine Kunst. Die kommt bei den Zuhörern des Dankeschön-Konzertes der Vogts gut an. „Ich habe mir das ´Halleluja´ gewünscht, weil ja Weihnachten vor der Tür steht“, verrät Melanie Vogt. Ein Adventswunsch, den Nick March ihr gerne erfüllt.

„Tolle Idee, obwohl noch nicht alles fertig ist“, so die Zuhörer. Deshalb wollen die Vogts im kommenden Sommer noch einmal zu einem Konzert bitten. Dann jedenfalls wird das betagte Haus endlich wieder komplett in Schuss sein.

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