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36,3 Grad: Der bisher heißeste Tag des Jahres in Bad Münder

Wer konnte, der blieb zu Hause. Oder suchte sich – falls es auch dort zu heiß war – anderswo ein kühles Plätzchen. 33,9 Grad Celcius meldete die Wetterstation in Bad Münder um 13 Uhr, bis auf 34,6 Grad kletterte das Thermometer bis 14 Uhr, bevor es um 15 Uhr wieder leicht auf 33,7 Grad sank. Allerdings: Um 17 Uhr wurden ganze 36,3 Grad gemessen.

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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Schatten war daher am Dienstag im wahrsten Sinne des Wortes heiß begehrt. Wie aber erging es Menschen, die der Sonne nicht entfliehen können, und kein Schatten in Sicht ist – beispielsweise Dachdeckern? „Wir fangen früher an zu arbeiten“, sagt Daniel Hake von der gleichnamigen Dachdeckerei aus Bad Münder. Den Mitarbeitern werden Getränke bereitgestellt. Aber: „Es ist den Leuten freigestellt, jederzeit Feierabend zu machen, wenn es zu heiß ist. Das kann man ja niemanden zumuten. Da sollen sie lieber aufhören, bevor jemand einen Hitzeschaden bekommt“, so Hake.

Wer das Glück hatte, am bislang heißesten Tag des Jahres nicht arbeiten zu müssen, zog sicherlich auch einen Besuch im Freibad in Betracht. Allerdings: Für eine Abkühlung im Wasser scheint es einigen tatsächlich wiederum zu heiß gewesen zu sein. „Das Bad ist gut gefüllt, aber wir hätten bei den Temperaturen noch mehr erwartet“, heißt es vom Rohmelbad – bis auf den letzten Platz belegt war das Kernstadt-Freibad am Dienstag nicht.

Am Mittwoch bis 37 Grad in Bad Münder erwartet

Die extremen Temperaturen vom Dienstag könnten am Mittwoch sogar noch getoppt werden: Bis zu 37 Grad werden in Bad Münder erwartet. In der Nacht aber soll das Thermometer deutlich sinken; am Donnerstag werden dann nur noch Temperaturen bis maximal 24 Grad erwartet.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat einige Tipps zum richtigen Verhalten bei großer Hitze zusammengefasst (siehe Kasten). Doch wie sieht das bei älteren und pflegebedürftigen Menschen aus – etwa in Seniorenheimen? „Wir haben die Rollos unten und es gilt Wasser marsch“, heißt es von AWO-Pflegeeinrichtung. Zudem werde darauf geachtet, dass sich die Bewohner nicht zu dick anziehen. Die Seniorinnen und Senioren könnten hier darüber hinaus selbst entscheiden, ob sie Ventilatoren möchten. Allerdings: „Für viele Bewohner ist die Hitze kein Problem, da sie eher frieren“, heißt es von der Einrichtung.

Landkreis gibt Tipps für heiße Tage

Der Landkreis Hameln-Pyrmont rät bei der Hitze zu Folgendem:

Für ausreichend Getränkevorrat sorgen (vorzugsweise Mineralwasser, verdünnte Säfte oder Tees) und viel trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag)

Räume abdunkeln

Schattenplätze auf Balkon oder Terrasse schaffen

Leichte, weite Kleidung und Kopfbedeckung tragen

Gemüse, Salate und wasserreiches Obst fettigem Essen vorziehen

Nicht kalt, sondern lauwarm duschen, um zusätzliches Schwitzen zu verhindern

Sonnencreme benutzen

Keine Menschen oder Tiere alleine im Auto lassen, da die Temperaturen im Auto sehr schnell ansteigen.

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