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12,5 Millionen Euro für Bad Münder & Co?

HAMELN-PYRMONT. Gemeinsam mit drei anderen Landkreisen will sich Hameln-Pyrmont um 12,5 Millionen Euro Fördergeld des Landes bewerben. Die Mittel könnten unter anderem in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs oder betriebliche Weiterbildungen gesteckt werden, hieß es jetzt bei einer Pressekonferenz.

Autor:

Jan-Christoph Prüfer
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In der Wandelhalle Bad Nenndorf fand die Regionalkonferenz 2022 der „Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland Plus“ (REK) statt. Diese gründeten vor mehr als 20 Jahren Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg, im Jahr 2006 stieß Nienburg hinzu. Und deshalb ist natürlich auch Bad Münder dabei.

Konkret geht es um das Programm „Zukunftsregion Niedersachsen“ und den Förderzeitraum 2023 bis 2027. Die Bewerbung, die die beteiligten Landräte gemeinsam mit der Landesbeauftragten Dinah Stollwerck-Bauer vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser präsentierten, stellt die Themen „Regionale Innovationsfähigkeit“ und „CO2-arme Gesellschaft“ in den Mittelpunkt.

„Man kann einen Betrieb heute nicht mehr führen wie vor zehn Jahren“

Michael Schünemann (parteilos), Holzmindener Landrat und Sprecher der REK, erklärte, vor dem Hintergrund einer durchschnittlich eher älteren Belegschaft der Unternehmen in den vier Landkreisen könnten mit dem Geld zum Beispiel Weiterbildungsangebote im Bereich Digitales finanziert werden. Bei der Innovationsfähigkeit gehe es aber etwa auch um geänderte Arbeitsrealitäten wie Coworking Spaces und Homeoffice. „Man kann einen Betrieb heute nicht mehr führen wie vor zehn Jahren“, sagte die Landesbeauftragte Stollwerck-Bauer.

Es gehe darum, moderne Arbeitsplätze und -bedingungen wie die Metropolregionen zu bieten, ergänzte Hameln-Pyrmonts Landrat Dirk Adomat (SPD) – aber mit ländlicher Lebensqualität, die seit der Corona-Zeit noch stärker gefragt sei. Diese Kombination könne die große Stärke der Weserberglandregion sein.

Zur CO2-Reduktion gehöre unter anderem der Ausbau des ÖPNV, gab Schaumburgs Landrat Jörg Farr (SPD) zu verstehen. Auch energetische Heizungssanierung zähle er beispielsweise dazu.

Die Ideenfindung verlaufe aber dynamisch, erklärten Landräte und Landesbeauftragte. „Ohne zwei Jahre Corona hätten sicherlich andere Themen im Mittelpunkt gestanden“, meinte Stollwerck-Bauer. REK-Sprecher Schünemann ergänzte, vor vier Monaten seien die ukrainischen Flüchtlinge noch nicht Teil der Gleichung gewesen, die nun Unterbringung, Sprachenunterricht und Jobs benötigten. Eine Entscheidung über die Mittelvergabe hat das Land für September oder Oktober angekündigt.

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