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3200 Fans feiern Tim Bendzko in der Swiss Life Hall

Seine gefühlvollen Songs gehen „Unter die Haut“

Es ist sicher nicht einfach, als sogenannter „Warm-Upper“ bei einem Tim Bendzko-Konzert die Fans auf die richige Betriebstemperatur zu bringen – dem Singer/Songwriter Tom Klose ist es dennoch gut gelungen. Zusammen mit seinem Cellisten Niklas Hardt und einer wohldosierten Mischung aus Folk, Blues, Pop und Country begeistert der Wahl-Hamburger – Ähnlichkeit mit Comedian „Maddin“ Schneider unübersehbar – das überwiegend weibliche Publikum dermaßen, dass es sogar seinen Song „Winter For Now“ lautstark mitsingt.

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Wenige Minuten später ist es dann soweit – nachdem er noch schnell 148 Mails gecheckt hat, macht sich Schmuse-Prediger Tim Bendzko auf den Weg, um „Hannover“ zu retten. Vorgestern holte der Weltretter endlich sein Konzert in der Swiss Life Hall nach, das er aufgrund einer Mandelentzündung am 26. Februar absagen musste.

Nach einem langen Intro entert der 28-Jährige die Bühne und startet mit „Mein Leben ist dein Leben“ seine Show. „Ich steh nicht mehr still“ heißt sein Tourmotto, das an diesem Abend Programm wird. Da fällt es manchem weiblichen Fan sichtlich schwer, sein Idol mit dem Smartphone abzulichten. Bendzko tänzelt und rennt – begrüßt auf einem kleinen Catwalk immer wieder winkend das Publikum.

„Dass es ein Song von mir mal bis nach Hollywood schaffen würde, damit habe ich nie gerechnet“, freut sich der zweifache Echo-Preisträger. „Ohne zurück zu sehen“ feierte bereits am 1. April Videopremiere und wird ab dem 17. April im deutschsprachigen Raum in den Kinosälen im Abspann des Kinostreifens „The Amazing Spider-Man 2-Rise Of Electro“ zu hören sein. Erstmals in der Geschichte der Comicverfilmung gibt es damit einen deutschsprachigen Song als Soundtrack.

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Mehr als nur ein Support: Tim Klose (links) und sein Cellist.

Ohne Zweifel ein musikalischer Ritterschlag für den gebürtigen Berliner, der sich zudem noch als Fan des Blockbusters outet.

Dass der Sänger 2009 bei einem Talentwettbewerb der Söhne Mannheims, „Söhne gesucht“, den ersten Platz als Pendant von Xavier Naidoo gewinnen konnte, stört ihn heute nicht mehr – schon lange ist Bendzko mit seinen Liedern aus dem Schatten des übermächtigen Mannheimers herausgewachsen.

Zusammen mit seinem alten Fussballkumpel und Backgroundsänger Phillip Ritzmann singt er den Song „Wo sollen wir nur hin“ – das Duo wird dabei überschwenglich von den Konzertbesuchern gefeiert. „Unser Traum ist wahr geworden – heute stehen wir vor 3000 Menschen und singen diesen Titel – unfassbar“, erkärt der „Bambi“-Gewinner. Leider fehlt wenig später bei dem Stück „Unter die Haut“ Cassandra Steen, die sonst den Song mit Tim Bendzko singt.

Zum Schluss versetzt das gestrige Geburtstagskind sein Publikum noch einmal in ein Wechselbad der Gefühle. Feuerzeug-Romantik bei „Wenn Worte meine Sprache wären“ – ohne Zweifel: Der smarte Teenie-Liebling trifft mit seinem Soul/Pop den Nerv der Menschen – lässt sie ihre Alltagssorgen für einen Moment vergesssen.

Viele Mütter schunkeln mit ihren Kindern zu den gefühlvollen Liedern – und eines ist sicher: Auch sie haben nicht bereut, dass sie ihre Kids zum Konzert begleitet haben.

Eine Vor-Geburtstagsfeier nach Maß: Tim Bendzko begeisterte vorgestern 3200 Fans in der Swiss Life Hall.



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