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Hannover stärkt Eurovisionssiegerin den Rücken / „Mission Titelverteidigung“

Lenas Heimspiel lockt 9000 Fans in die TUI-Arena

...dennoch stellte sich an diesem Abend die Frage, ob die 19-Jährige schon reif für die ganz große Bühne ist. Nach fast einem Jahr scheint der Lena-Hype etwas verflogen, ihr künstlerisches Potenzial überschaubar.

Für die „Knietiefen“ und „Zahnspangen-Generation“ reichte es allemal, denn Lenas unbekümmerte Art, ihre Natürlichkeit, der naive Charme und die schon fast kultigen Sprüche lassen immer noch jedes Lenaisten-Herz höher schlagen.

Mit „Not Following“ geht’s los Lena betritt in schwarzen Jeans, Sneakers und College-Jacke die Bühne, wird vom euphorischen Jubel fast erdrückt. Liebevoll bemalte Transparente, Lena-Poster und Leuchtstäbe werden hochgehalten die Erstkonzertler auf den Schultern ihrer Eltern recken aufgeregt ihre Hälse – „Miss Eurovision“ is back in town.

„You Cant Stop Me“ – wie wahr, schon nach dem Opener zieht Lena ihre Jacke aus, öffnet ihre zusammengebundenen Haare, nimmt einen hastigen Schluck aus der Wasserflasche und tanzt mit lockeren Hüftschwüngen über die Bühne.

Lena erst mit Sneakers, College-Jacke und Jeans, später dann im schwarzen Hosenanzug.

„I’m Not Who You Think I Am At All At all“ die gebürtige Hannoveranerin dirigiert die Massen, lässt das Publikum ihren Song „At All“ mitsingen. „Ihr seid das beste Publikum der Welt“ Mensch, Lena – das waren doch am Mittwoch die Berliner?

Zwischen den Titeln gab es noch ein „Geht’s euch gut“ oder „Das sieht von hier oben einfach toll aus“, viel mehr kam ihr nicht über die Lippen – einfach zu wenig, Frau Meyer-Landrut.

Die Ballade „Mr. Curiosity“ lässt die TUI-Arena in einem riesigen Lichtermeer versinken, Lena singt diesen Song mit viel Gefühl, beweist, dass ihre Stimme durchaus Potenzial besitzt.

Zu „Maybee“ gibt’s Unterstützung von vier Tänzerinnen. Die Tanzeinlagen bringen etwas Leben in die Show, die sonst sehr abgespult wirkt.

Auf „Taken By A Stranger“ und den Überhit „Satellite“ müssen die Fans bis zum Schluss warten, als Zugabe dann noch „New Shoes“ und „I Like It“.

Ohne Zweifel, das Heimspiel in der Landeshauptstadt hat Lena etwas mehr Sicherheit und Selbstvertrauen für die noch ausstehenden Konzerte gegeben. Gut so, denn dass man sie auf ihrer allerersten Konzert-Tournee gleich durch die größten Hallen Deutschlands jagt, hielten viele bereits im Vorfeld für verfrüht.

Das, was die Newcomerin aus ihren derzeitigen Möglichkeiten jedoch herausgeholt hat, war über weite Strecken lobenswert.

In Kürze muss sie sich schon wieder beweisen, denn am 14. Mai wird sie Deutschland erneut beim Eurovision Song Contest vertreten – „...And The Winner Is“: Ach, wäre das schön, wenn wir da noch einmal den Namen „Lena“ hören könnten.




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