weather-image

Katie Melua: Streicheleinheiten für die Seele

HANNOVER. Kaum eine Künstlerin bewegt mit so wenig Aufwand so viel: Katie Melua, das Mädchen mit den großen verträumten Kulleraugen, sorgte mit ihrem Konzert in der voll besetzten Stadthalle einmal mehr für Tiefenentspannung unter den Fans.

Katie Melua verzaubert 3000 Fans mit Popsongs, Traditionals und Cover-Versionen. Fotos: Lars Andersen

Autor:

Lars Andersen

Majestätisch schreitet die vierfache Echo-Gewinnerin mit ihrer Gitarre auf die Bühne und eröffnet mit dem Traditional „Tu Ase Turpa Ikavi“ (If You Are So Beautiful) die Show. Nur wenige Künstler können es sich leisten, einen so musikalisch spartanischen Akzent als Auftakt zu präsentieren. Katie kann’s, und das mit so viel Inbrunst, dass einem schon mal warm ums Herz wird. Beim zweiten Lied begleitet sie ihr Bruder auf der Gitarre, danach bei „Belfast“ die gesamte vierköpfige Band.

Auf ihrer vorweihnachtlichen „Winter“-Tour wird Melua vom 16-köpfigen „Gori Women’s Choir“ gesanglich unterstützt. Bereits vor zwei Jahren nahm sie mit dem gleichnamigen Frauenchor das Album „In Winter“ auf. Ihr Kollaborationswunsch mit dem insgesamt 23 Stimmen umfassenden Gesangsensemble besteht seit vielen Jahren.

An dieser Arbeit beteiligte sich auch der aus Oxford stammende Bob Chilcott, der als Arrangeur für Chorgesänge weltbekannt ist. Während die georgisch-britische Sängerin bei ihrem letzten Longplayer „Ketevan“ noch mit ihrem Entdecker und Produzenten Mike Batt als Co-Autorin zusammenarbeitete, präsentierte sich die 34-Jährige diesmal auf ihrem aktuellen Longplayer als Hauptsongwriterin und Produzentin. Neben Eigenkompositionen sowie Interpretationen traditioneller Weisen, überrascht sie an diesem Abend ihre Fans auch mit handverlesenen Cover-Versionen. Eine davon ist „Just Like Heaven“ von der Gruppe Cure, die sie in einer Minimal-Instrumentalisierung nach ihrem Welthit „Nine Million Bicycles“ spielt und dafür lang anhaltenden Applaus erntet.

Auch Shirley Basseys „Diamond Are Forever“ und „River“ von Joni Mitchell interpretiert sie in gelungenen Fassungen. Auf einer großen Projektionsfläche erscheinen während der gesamten Show Schneelandschaften. Tiere jagen mit Kindern durch verschneite Berglandschaften – es hat den Anschein, die Pop-Elfe nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch ihre winterliche Heimat Georgien. „What A Wonderful World“, die uns Katie da präsentiert.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt