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45 000 Fans feiern Robbie Williams in der HDI-Arena

Global-Entertainer Robbie

Nass ist es nur auf der Bühne, als Robbie Williams seinen Hit „Monsoon“ singt. Texte und Konzertfoto: Lars Andersen

Autor:

Lars Andersen

Hannover. Was für eine Auftakt-Ouvertüre: Mit „God Bless Our Robbie“, zur Melodie von „Land Of Hope And Glory“, neben „God Save The Queen“ die wohl bekannteste britische Hymne, eröffnet Robbie Williams seine Mega-Show in der ausverkauften HDI-Arena.

Danach beginnt eine 100-minütige Selbstinszenierung eines Künstlers, der noch immer zu den weltbesten Entertainern seines Genre zählt. Seine „Heavy Entertainment Show“ hält, was sie im Vorfeld bereits verspricht: „Unterhaltung“ auf hohem internationalem Niveau.

Der 43-Jährige macht die ersten 10 Minuten zum Boxring – begleitet von sexy Tänzerinnen im Boxer-Outfit performt der Brite „Let Me Entertain You“, lässt sich dabei wie ein Fighter feiern. In seinem schwarzen Faltenrock sieht er aus wie ein schottischer Gladiator. Was ein Schotte so unter seinem Rock trägt, zeigt der mehrfache Brit-Award-Gewinner, zur Freude seiner weiblichen Fans, an diesem Abend gleich mehrmals: nämlich eine ganz normale Boxer-Shorts.

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Na, da schau her!

„So Put Your Hands Across The Water – ‚Monsoon‘ – Come Soon“, dröhnt es aus den Boxen und Robbie macht sich mit seinen Mädels, einige mit Schirmen bewaffnet, auf den Weg zu seinen Fans. Zum Glück kein Monsunregen während der Show – so konnte später jeder trockenen Fußes das Stadion verlassen.

„Freedom 90!“ erklingt – die Coverversion von George Michaels Hit offenbart die zynische Sicht zum Musikgeschäft in den damals beginnenden 90ern. Danach performt der zweifache Familienvater, sitzend in einem Boxhandschuh, den Song „Love My Life“. Dass er wieder, nach Alkohol-, Drogen- und später auch mit Medikamentenabhängigkeit, mehr oder weniger auch sein eigenes Leben genießen kann, verdankt er sicher zum Teil seinem bis dato intakten Familienleben. Seit 2010 ist er mit der Schauspielerin Ayda Field verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Ohne Fan-Unterstützung geht es bei einem Williams-Konzert auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht – Diana aus Hannover darf auf die Bühne und bekommt zum Duett „Something Stupid“ eine Fratzenmaske aufgesetzt. Während eine Backgroundsängerin im Hintergrund mitsingt, wird Dianas Stimme immer wieder durch eine tiefe Männerstimme entfremdet. Als Belohnung gibt es dann noch ein Selfie mit Robbie – uah!! – ein Fan kurz vor der Ohmacht.

„It’s My Papi“, begrüßt der Entertainer seinen Vater Peter. Zu Neil Diamonds Cover „Sweet Caroline“ nehmen Vater und Sohn Platz auf einem Sofa – der Sprössling wirkt gerührt. Mit „Feel“ und „Rock DJ“ geht’s in die Verlängerung – mit „My Way“ schickt der Sänger die Konzertbesucher auf den Heimweg.

Der perfekte Abschluss-Song eines großen Unterhaltungskünstlers, der im Laufe der Jahre seinen eigenen Weg gefunden hat. Dass der nicht immer einfach zu gehen war, bekam Robbie Williams mehr als einmal zu spüren.



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