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Carl Carlton und Mothers Finest setzen „Home Of Blues“ unter „High Voltage“

Ein Funk/Rock-Gewitter lässt die Bluesgarage Isernhagen beben

…und auch die „special guests“ konnten sich hören lassen, denn mit Max Buskohl präsentierte Carl Carlton unter anderem seinen Sohn, der mit Papa gleich zwei seiner Lieblingssongs auf der Bühne performen durfte.

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Mit dem Opener „God’s Gift To Man“ griff der Zwei-Meter-Riese gleich in die Nostalgiekiste und spielte einen Song aus seinem Debütalbum „Revolution Avenue“ aus dem Jahr 2001. Mit Top-Künstlern wie Peter Maffay oder Udo Lindenberg auf den ganz großen Bühnen und Open Air-Locations zuhause, genoss Carlton sichtlich erfreut die einzigartige Face To Face-Atmosphäre der Bluesgarage.

Aus der zweiten Reihe direkt an die vorderste Front – hier war „Carlchen“ nicht nur Beiwerk, sondern der elektrisierende „Eycatcher“ des Abends.

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Seit 1993 wohnt der Ausnahmegitarrist in Dublin, zupfte den Sechs-Saiter bereits für Robert Palmer, Joe Cocker, Jimmy Barnes und Alannah Myles. Mit seinem Ehrgeiz und seiner Professionalität avancierte er zu einer der meistgebuchten Gitarristen.

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Joyce Kennedy – hochexplosiv und stimmgewaltig

Immer wieder gesellten sich Top-Musiker zu den Songdogs – so standen unter anderem der Stones-Saxophonist Bobby Keys, Ron Wood (Rollling Stones), Ian McLagan (Faces) und „Slide Gitarren-Gott“ Sonny Landreth in den Reihen der Band. Auch in der Bluesgarage zauberte der gebürtige Ostfriese exzellente Musiker aus seinem Ärmel – allen voran die beiden „Mothers Finest“-Mitglieder „Wyzard“ (Bass) und „Moses Mo“ (Gitarre), die an diesem Tag gleich zweimal auf die Bühne mussten.

Bereits nach vier Songs holte Carlton seinen Sohn Max auf die Bühne, drehte die Zeit 40 Jahre zurück und sang mit ihm den Buffalo Springfield-Titel „For What It’s Worth“. Der mitgereiste Fanclub von Ex-„DSDS“-Endrundenteilnehmer Max Buskohl feuerte den 20-Jährigen zwar lautstark an, gesanglich punkten konnte „Charlie“ jedoch nicht so richtig. „Dem fehlt noch das ,Brett‘ in der Stimme, aber das kann ja alles noch kommen“, fachsimpelte ein Konzertbesucher, der sich auch mit dem zweiten Song von „Maxe“ nicht anfreunden konnte. „Stay With Me“ hat damals Rod Stewart gesungen, mit dieser Reibeisenstimme möchte ich diesen Song auch hören“, fügte „Mr. Neun-Mal-Klug“ noch hinzu. Dennoch, was Max Buskohl nach seinem vorzeitigen Ausscheiden bei „DSDS“ schon so alles erreicht hat – Hut ab. Mit seiner Band Empty Trash schaffte er mit dem Debütalbum „Confession“ immerhin den Sprung unter die Top 50 der deutschen Albumcharts.

Nach Stücken wie „Star Crossed“ und „Spoke On The Wheel“ holte Carl Carlton mit Stoppok seinen zweiten „special guest“ auf die Bühne. „Oh Well“, ein Song von Fleetwood Mac“, heißt bei Stefan Stoppok „Na gut“ – untertrieben, denn der ehemalige Straßenmucker nimmt für diesen Kurzauftritt eine ordentliche Handvoll Applaus mit in die Garderobe. Carl gibt Gas, lässt die Gitarre glühen, lobt bei Titeln wie „Florence“ und „Lifelong Guarantee“ die gute musikalische Handarbeit seiner Kollegen „Mo Moses“ und „Wyzard“, ehe er die Bühne für Mothers Finest verlässt.

Da Carlton die musikalische Messlatte bereits auf Weltrekordhöhe geschraubt hatte, brauchte Mothers Finest doch einige Versuche um sie zu überspringen. Doch das quirlige Energiebündel Joyce Kennedy, bereits durch erfolgreiche Bluesgaragen-Auftritte gestärkt, meisterte diese Vorgabe bravourös.

Da war sie wieder, diese ausdrucksvolle, unverwechselbare Stimme, die gleich den größten internationalen Erfolg der Formation „Baby Love“ ins Mikro röhrte und die „Klimaanlage“ auf Hochtouren laufen ließ. Wer auch neben der charismatischen Sängerin auf der Bühne stand, die Statistenrolle war ihm sicher, denn Dreh- und Angelpunkt bei Mothers Finest war und ist immer noch „Baby Jean“.

Mit „Truth“ ging es weiter, „Fire“ und „Piece Of The Rock“ gehörten zu den Stücken, mit denen man sich zum Showdown funkte und rockte. Bei den letzten drei Songs griff noch einmal Carl Carlton in die Saiten, bevor einer der besten Bluesgaragen-Abende sich dem Ende neigte. Fazit: Besser kann man sich nicht in den wohlverdienten Urlaub verabschieden –„see you in august“. Nach der Sommerpause geht’s in der Bluesgarage am 7. August weiter mit „Voodoo Lounge“ – der wohl besten Stones-Coverband Europas.




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