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Torwart Wendland sieht die HF Springe trotz Niederlage im Soll

SPRINGE. Vier Siebenmeter in einem Spiel zu halten, das hat Seltenheitswert. Torwart Mustafa Wendland von den Handballfreunden Springe ist es im Topspiel am Freitag beim HSV Hamburg gelungen – freuen konnte er sich darüber nicht. „Das ist doch nebensächlich“, sagt der 25-Jährige, der auch seine Leistung bei der 25:31-Niederlage durchaus kritisch sah.

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„Ich bin in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel gekommen und konnte der Mannschaft nicht helfen“, sagt der Torwart. Nach dem Seitenwechsel steigerte er sich zwar – der Rest der Mannschaft aber nicht. Oder zumindest nicht genug, um das Ruder noch herumzureißen. Außer beim Stand von 0:0 in den ersten 39 Sekunden lag Springe während der gesamten Partie in Rückstand. Nach einer guten Viertelstunde hatte Hamburg schon fünf Tore Vorsprung. „In so einer Halle mit dieser Stimmung das Spiel noch einmal zu drehen, ist unheimlich schwer“, sagte HF-Coach Trainer Oleg Kuleshov.

Mehr als 3000 Zuschauer waren am Freitag in die Alsterdorfer Sporthalle gekommen – zum Vergleich: Das Erstliga-Heimspiel vom GWD Minden gegen die SG Flensburg sahen gestern „nur“ 2700 Fans. Das zeigt: Der HSV gehört eigentlich mindestens in die 2. Liga. Findet auch Wendland, der in der Jugend in Hamburg spielte: „Das ist ein geiles Projekt da. Cool, dass die Fans nach der Insolvenz noch so mitziehen“, sagt er. Während der Saison 2015/16 musste der HSV sich vom Spielbetrieb in der 1. Liga zurückziehen.

Nach der deutlichen Niederlage im Spitzenspiel liegen die Springer drei Punkte hinter Hamburg, am Sonntag schließen sie die Hinrunde in Rostock ab. „Ich denke, wir sind voll im Soll“, sagt Wendland. Hamburg habe es gegen die HF „richtig gut gemacht“, so der Keeper. Die Springer Punktverluste gegen Schwerin und Braunschweig nach deutlichen Führungen und die Niederlage beim damaligen Schlusslicht Potsdam seien deutlich ärgerlicher. „Wir sind trotzdem gut dabei“, sagt Wendland.

Seit 2013 spielt er in Springe – aber erst nach dem plötzlichen Abgang von Marius Aleksejev ist er jetzt erstmals die Nummer 1 und darf dauerhafter zeigen, was er kann: „Das tut definitiv gut“, sagt Wendland.

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