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Lukas Ossenkopp: In die Führungsrolle beim HSV reingewachsen

SPRINGE. Es geht um die Tabellenführung in der 3. Liga Nord, wenn die Handballfreunde Springe am Freitagabend (20 Uhr) beim HSV Hamburg antreten. Noch sind die Hamburger Spitzenreiter, mit einem Sieg würden die HF den Platz an der Sonne übernehmen.

Lukas Ossenkopp F.: michaelis
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Der HSV Hamburg ist zweifellos einer der größten Namen in der 3. Liga. 2013 waren die Hamburger noch Champions-League-Sieger, 2016 musste der Verein Insolvenz anmelden, wurde während der Saison aus der 1. Liga abgemeldet. Weil die zweite Mannschaft im gleichen Jahr Oberliga-Meister wurde, spielen die Hamburger seit der vorigen Saison in der 3. Liga.

Das Interesse am Handball in der Hansestadt ist aber ungebrochen. „Im Durchschnitt haben wir 2800 Zuschauer“, sagt HSV-Kapitän Lukas Ossenkopp, „das wäre selbst in der 2. Liga top.“ Er kann es beurteilen – schließlich gehörte er in der Saison 2016/17 zum Kader der HF in der 2. Liga. Nach dem Springer Zwangsabstieg wechselte er nach Hamburg, um beim Neuaufbau mitzuwirken. In die Führungsrolle, die ihm zugedacht war, ist er schnell reingewachsen: Ossenkopp, der in Springe noch im linken Rückraum auflief, ist in dieser Saison in Hamburg Mittelmann, Kapitän und Toptorjäger – und mit 24 Jahren schon einer der Routiniers.

Mit Linksaußen Stefan Schröder haben die Hamburger noch einen Champions-League-Sieger im Team – und mit Trainer Torsten Jansen einen auf der Bank. „Aber Springe hat ja auch keine ganz unbekannten Leute“, sagt Ossenkopp.

Klar wolle der HSV aufsteigen, Druck vom Vorstand gebe es aber noch nicht. Angesichts des großen Interesses – für das Weihnachtsspiel des HSV gegen Fredenbeck in der Barcay-Card-Arena sind schon 6500 Karten verkauft – „ist die 3. Liga auf Dauer nicht kompatibel“, weiß Ossenkopp. Auch das Umfeld sei mindestens zweitligareif: „Wir haben hier eine Geschäftsstelle mit mehreren Mitarbeiten, hauptamtliche Jugendtrainer – das ist eigentlich der größte Unterschied zu Springe“, sagt Ossenkopp.

Sportlich sieht er die Springer neben Altenholz als ärgsten Konkurrenten um den Titel: „Die sind richtig gut besetzt, ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spiel am Freitag in eine Richtung deutlich ausgeht.“

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