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Zeugen klären zwei Unfallfluchten auf

BAD MÜNDER. Der Aufmerksamkeit von Zeugen ist nach Polizeiangaben es zu verdanken, dass zwei Verkehrsunfallfluchten in Bad Münder schnell aufgeklärt werden konnten. Im ersten Fall halfen der Zufall mit und eine Zeugin, die einen verdächtigen Wagen verfolgte. Im zweiten Fall wird noch der Verfasser eines Zettels gesucht.

Die Polizei fragt: Wer hat diesen Zettel geschrieben? Foto: Polizei

Am Dienstag, 18. Dezember, befuhr ein weißer Transporter gegen 11.20 Uhr die Lange Straße in Richtung Innenstadt. Vor der Einmündung Kreuzborn touchierte der Peugeot Boxer im Vorbeifahren mit der rechten Fahrzeugseite den linken Außenspiegel eines geparkten Audi A4. Der Außenspiegel wurde dabei zerstört. Obwohl der Zusammenprall einen deutlich hörbaren Knall erzeugte, setzte der Fahrer des Transporters seine Fahrt fort.

Der Vorfall wurde nicht nur durch eine Anwohnerin beobachtet, sondern auch durch eine Autofahrerin, die direkt hinter dem Transporter fuhr. Da der Fahrer auf ihr Hupen nicht reagierte, machte sie ein Foto des Wagens und zeigte dies auf der Polizeidienststelle in Bad Münder vor. Anhand des erkennbaren Kennzeichens leiteten die Beamten eine Fahndung ein.

Dann die überraschende Wendung: „Wie der Zufall es will, kam ihr auf dem Weg nach Hause der gesuchte Transporter entgegen“, sagt Polizeihauptkommissar Jens Petersen. „Diesmal folgte sie dem Flüchtigen, wählte den Notruf und teilte den Beamten die aktuellen Standorte mit.“

Zwischen Eimbeckhausen und Nienstedt konnte eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Bad Münder den Peugeot stoppen, der deutliche Spuren an der rechten Fahrerseite aufwies. Gegen den 63-jährigen Fahrer aus der Region Hannover wurde ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle eingeleitet.

„Da der Transporter ein ausländisches Kennzeichen hatte, wäre ohne die Aufmerksamkeit der Zeugen und der Mithilfe durch die hinterherfahrende Autofahrerin die Ermittlung des flüchtigen Verursachers über ausländische Behörden um Einiges schwieriger und langwieriger gewesen“, so Petersen.

Die zweite Unfallflucht ereignete sich am Mittwoch, 19. Dezember, auf dem sogenannten Feuerwehrplatz an der Langen Straße. Eine Münderanerin hatte dort ihren Opel Corsa abgestellt. Als sie um 10.30 Uhr zurückkehrte, bemerkte sie nicht nur einen frischen Schaden an der linken Fahrzeugseite, sondern auch einen Notizzettel, auf dem jemand das Kennzeichen des Verursacherfahrzeugs notiert hatte. Aufgrund dessen konnten die Beamten in Bad Münder den Halter des Wagens, einem Renault Megane, schnell ausfindig machen. Als der 83-jährige Fahrzeughalter mit den vorliegenden Fakten konfrontiert wurde, räumte er ein, den Schaden beim Ausparken verursacht und auch bemerkt zu haben. Auch in diesem Fall wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

„Wir sind dankbar für diesen Zettel“, sagt Petersen. „Dadurch hat die Geschädigte die Möglichkeit erhalten, wie auch im ersten Fall, nicht auf dem Schaden in Höhe von mehreren Hundert Euro sitzenbleiben zu müssen.“ Da der Verfasser den Vorfall aus nächster Nähe beobachtet haben muss, ist er für die Polizei ein wichtiger Zeuge für die Ermittlungen. Die Beamten bitten daher den Verfasser, sich bei der Polizei Bad Münder unter 05042/93310 zu melden.



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