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Unfall: 78-Jähriger sitzt etwa eine Stunde tot im Auto

Ein 78-Jähriger stirbt am späten Freitagabend bei Bennigsen plötzlich in seinem Auto. Erst eine Stunde später wird er entdeckt.

Einsatz am Straßenrand: Die Rettungskräfte bei dem Unfall-Auto. Foto: CAP

Autor

Bernhard Herrmann Reporter

 

Bennigsen. Ein 78-jähriger Autofahrer ist am späten Freitagabend auf der Landesstraße 460 mit einem VW Passat älteren Baujahrs aus Richtung Gestorf kommen in Richtung Bennigsen unterwegs. Kurz nach der Einmündung in die Horstfeldstraße fuhr der Wagen unbemerkt von anderen Verkehrsteilnehmern auf die Gegenfahrbahn, über den Grünstreifen, den Geh- und Radweg in einen parallel zur Fahrbahn verlaufenden Entwässerungsgraben hinein.

Am Ende des Grabens, etwa in Höhe des ersten Wohnhauses auf der rechten Straßenseite, prallte der Passat mit dem linken Vorderrad gegen die Grabenwand vor dem ersten Feldweg am Ortseingang. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich das Auto mit dem Heck nach rechts. Dann kam der Wagen mit ausgeschalteten Warnblinklichtern in einer Einfahrt auf den angrenzenden Rübenacker und parallel zum Feldweg dahinter zu Stehen. Es sah so aus, als wenn jemand ein Auto dort in der Einfahrt zum Acker abgestellt hatte.

Tatsächlich aber war der 78-jährige Autofahrer zu diesem Zeitpunkt nach Aussagen einer Notärztin gegenüber der Polizei bereits klinisch Tod. Der Autofahrer saß bis zum Auffinden angeschnallt hinter dem Lenkrad im Wagen.

Etwa eine Stunde nach dem Unfall fiel einem aufmerksamen Autofahrer der Wagen in der Feldeinfahrt auf und er verständigte um 23.32 Uhr die Polizei über den Notruf 110. Eine von der Regionsleitstelle alarmierte Notärztin aus Gehrden und die Besatzung eines Rettungswagens holten den 78-Jährigen aus dem Wagen und versuchten ihn noch auf dem Acker zu reanimieren, was aber erfolglos war.

Weil angenommen wurde, dass der Mann im Wagen eingeklemmt sein, wurde die Ortsfeuerwehr Bennigsen alarmiert. Die ebenfalls mit alarmierte Feuerwehr Springe konnte den Einsatz abbrechen. 12 Einsatzkräfte aus Bennigsen rückten mit zwei Fahrzeugen an. Die Feuerwehrleute leuchteten die Unfallstelle aus, stellten den Brandschutz sicher und klemmten die Batterie am Passat ab.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Hannover nahm den Fall als tödlichen Verkehrsunfall auf. Ein Bestatter brachte die von der Polizei beschlagnahmte Leiche in die Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover. Ein Abschleppunternehmen barg den Passat vom Acker und transportierte den Wagen ab. Der Einsatz dauerte bis gegen 02.15 Uhr am Samstag. Bis dahin war die Gestorfer Straße voll gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

Die Polizei geht momentan von einem Krankheitsfall bei dem 78-jährigen Autofahrer aus.

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