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Nach tödlichem Unfall bei Bakede: Ermittlungen dauern an

BAKEDE. Nach dem Verkehrsunfall bei Bakede im April, bei dem ein Straßenwärter aus Stadthagen im Dienst getötet worden war, liegen die Akten noch bei der Staatsanwaltschaft Hannover. Laut der Ersten Staatsanwältin Kathrin Söfker wird gegen den Autofahrer weiterhin wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt.

Tödlicher Unfall auf schnurgerader Strecke bei Bakede: Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen des Verdachts auf versuchte Tötung. Archivfoto: Rathmann

Wie berichtet, war Ende April auf der Kreisstraße bei Bakede ein 71 Jahre alter Audi-Fahrer auf ein Fahrzeug der Straßenmeisterei Stadthagen aufgefahren. Bei dem Unfall wurde der 59-Jährige Arbeiter tödlich verletzt. Sanitäter und Ärzte kamen zu spät, das Unfallopfer erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Ein 26 Jahre alter Kollege wurde ebenfalls verletzt. Schon damals wurde gerätselt, warum der Audi-Fahrer die ausgeschilderte Einsatzstelle der Straßenmeisterei in Fahrtrichtung Hamelspringe übersah.

Die Ermittlungen der Unfallursache scheinen umfangreich. „Die Absicherung dieser Wanderbaustelle war ordnungsgemäß, entsprach genau den Vorgaben“, sagte Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, kurz nach dem Vorfall. Die Mitarbeiter seien vorschriftsmäßig mit spezieller Schutzkleidung ausgerüstet gewesen. Auch sei der Autofahrer als Münderaner ortskundig gewesen – zumal die Strecke schnurgerade verläuft und die Wetterverhältnisse an diesem Tag unbedenklich waren. Der Fahrer hatte die Sonne im Rücken, auf dem Asphalt waren keine Bremsspuren zu sehen.

Die Staatsanwaltschaft Hannover rechnet damit, dass es Mitte Juli weitergeht. Bis dahin können die Anwälte der jeweiligen Parteien die Unterlagen der Staatsanwaltschaft einsehen. vin/bdi

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