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Motorrad-Burnout im fahrenden Transporter: Polizei stoppt Münderaner

HAMELN/BAD MÜNDER. Auf Internetplattformen sind vergleichbare Videos zu finden – Burnouts auf Ladeflächen. Einen Schritt weiter wollten jetzt offenbar zwei Münderaner mit ihrem Burnout-Versuch in Hameln gehen. Aber: Die Polizei wurde auf sie aufmerksam.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Am vergangenen Freitag entdeckte kurz vor 22 Uhr eine Streifenwagenbesatzung auf der Pyrmonter Straße einen VW-Transporter, der mit offener Heckklappe auf der Gegenfahrbahn unterwegs war. „Da aus dem geöffneten Kofferraum des Transporters eine starke Rauchentwicklung zu sehen war, wendeten die Beamten den Funkstreifenwagen, nahmen die Verfolgung auf“, berichtet Marvin Klaß, Pressesprecher der Polizei in Hameln, am Montag. Im Bereich der Thiewallbrücke stoppten sie den Transporter. Und dann staunten auch erfahrene Polizisten: Im Fahrzeug stießen sie nicht nur auf den 25-jährigen Fahrer, wie sein 23-jähriger Beifahrer aus Bad Münder – sie entdeckten im Laderaum auch ein fixiertes Motorrad. Und: „Erheblichen Brandgeruch“ und Gummiabrieb im Bereich des Motorrad-Hinterrades. Der Schluss für die Polizisten: Während der Fahrt des Transporters durch Hameln musste mit dem fixierten Motorrad ein Burnout durchgeführt worden sein, das Hinterrad auf der Ladefläche zum Durchdrehen gebracht worden sein. „Durch diese abenteuerliche Aktion haben sich nicht nur die beiden Fahrzeuginsassen selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende in Gefahr gebracht“, heißt es bei der Polizei. Aus diesem Grund und aufgrund der Zweifel, die die Aktion an der „charakterlichen Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr“ aufkommen lässt, wurden die Führerscheine der beiden Münderaner vorläufig beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet.

„Ich kann mir den Sinn einer solchen Aktion und der damit verbundenen Gefährdung nicht erklären!“, stellt Günter Köster als Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Hameln fest. Er sagt: „Wir werden auch weiterhin konsequent mit unserem gut funktionierenden Netzwerk die Poser-Szene im Auge behalten.“

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