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Lkw-Fahrer unterzuckert: Polizist greift ein - Haftbefehl

BAD MÜNDER. „Dem beherzten Eingreifen eines Polizeibeamten, der sich privat mit seinem Auto auf der Bundesstraße 442 befand, ist es möglicherweise zu verdanken, dass es zu keinem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen ist und ein Lkw-Fahrer ärztliche Hilfe bekam“, teilt die Polizei am Mittwochnachmittag mit.

Doch von Anfang an: Ein 39-jähriger Mann aus Elze war am Mittwoch gegen 13.30 Uhr mit einem Container-Lkw auf der B 442 von Bad Münder in Richtung Lauenau unterwegs. Nach Polizeiangaben fiel er anderen Autofahrern durch seine unsichere Fahrweise auf: Der Lkw fuhr in sogenannten Schlangenlinien und geriet auch auf die Gegenfahrbahn, sodass entgegenkommende Fahrer ausweichen oder abbremsen mussten. Auf der Umgehungsstraße Eimbeckhausen kam der Lkw sogar nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Schutzplanke. Trotzdem setzte der Fahrer die Fahrt fort.

Ein Hauptkommissar des Polizeikommissariats Springe beobachtete den Vorfall und meldete ihn der Einsatzleitstelle. Streifenwagen aus Bad Münder und Bad Nenndorf machten sich daraufhin auf dem Weg. In der Zwischenzeit gelang es dem Hauptkommissar, den Lkw kurz vor „Klein Amerika“ zu stoppen. Er stieg in das Führerhaus und zog den Zündschlüssel heraus. Wie die Polizei weiter mitteilt, stellte der Beamte dabei fest, dass der Lkw-Fahrer unter Kontrollverlust litt und ärztliche Hilfe benötigte. Der Rettungsdienst stellte eine Unterzuckerung fest – der Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen den 39-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Bei der Überprüfung der Fahrerdaten stellte sich zudem heraus, dass der Elzer von der Staatsanwaltschaft Hannover per Haftbefehl gesucht wurde. Er habe eine festgesetzte Geldstrafe nicht bezahlt und nachfolgende Aufforderungen ignoriert, so die Polizei. Der Firmenchef bezahlte den ausstehenden Geldbetrag, sodass der Haftbefehl bereits vor Ort als erledigt angesehen werden konnte.




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