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Falsche Polizisten: Wieder zahlreiche Betrugsanrufe

BAD MÜNDER/HAMELN. Ihre Masche ist inzwischen weithin bekannt – und doch gelingt es falsche Polizeibeamten immer wieder, insbesondere ältere Menschen zu täuschen und zu betrügen.

Foto: Archiv
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

In der vergangenen Woche erleichterten Unbekannte einen 78-Jährigen bei Salzhemmendorf um eine fünfstellige Bargeldsumme und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Aktuell mehren sich die falschen Polizeianrufe wieder.

Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont / Holzminden warnt daher noch einmal ausdrücklich davor, am Telefon Auskünfte zu geben. „Sollte man sich nicht sicher sein, ob man am Telefon mit einem echten, oder einem falschen Polizeibeamten spricht, sollte man das Gespräch beenden und selbst bei der Polizei anrufen“, sagt Sprecherin Stephanie Heineking-Kutschera. Wichtig sei aber in jedem Fall, dass der Anruf zuvor unterbrochen worden sein muss. In Bad Münder ist das Polizeikommissariat an der Angerstraße erreichbar. „Telefonnummern mit Durchwahl, die einem im Zusammenhang mit einem zweifelhaften Anruf gesagt wurden, niemals zurückrufen“, lautet ein weiterer Tipp der Oberkommissarin.

Von Montagabend bis Dienstagmittag meldeten sich bei den Dienststellen der Polizeiinspektion 30 Anrufer, die von falschen Polizisten angerufen worden waren. Allein im Polizeikommissariat Bad Münder gingen 15 Anrufe ein – aus Bad Münder selbst, aber auch aus Salzhemmendorf und Coppenbrügge.

„Das Dunkelfeld liegt deutlich höher“, weiß Heineking-Kutschera. Sie kennt auch die von Anrufern häufig geschilderten Geschichten: Die Polizei habe eine rumänische Einbrecherbande festgenommen, dabei eine man einen Zettel gefunden – mit dem Namen und der Anschrift der jetzt angerufenen Person. Auf dem Zettel habe auch gestanden, dass Bargeld und Schmuck in einem Tresor im Haus aufbewahrt werde. Und: Ein Einbrecher sei flüchtig… Der Tipp der falschen Polizisten: Wertgegenstände wie vorgeschlagen besser in Sicherheit bringen.

Der Tipp der echten Polizei: Schnell die Polizeiinspektion informieren. In Bad Münder unter 05042/9331-0.



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