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Ersthelfer verhindert Gebäudebrand in Eimbeckhausen

EIMBECKHAUSEN. Ein aufmerksamer Autofahrer hat am Freitagvormittag im Ortsteil Eimbeckhausen durch sein engagiertes Handeln vermutlich einen Wohnhausbrand an der Hauptstraße verhindert.
Der Fahrer war um kurz nach 11 Uhr auf der Hauptstraße unterwegs, als er eine starke Rauchentwicklung wahrnahm.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Eimbeckhausen löschen Glutnester an Zaun und Hecke. Foto: Simonsen
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Er stoppte seinen Wagen und entdeckte die Ursache des Qualms: Neben der Wand eines Wohnhauses stand eine Plastik-Mülltonne in Flammen. Das Feuer hatte bereits auf einen Zaun und den trockenen Bewuchs an der Hauswand übergegriffen.

Er meldete den Brand umgehend der Leitstelle. Gleichzeitig lief er um das Haus herum und warnte die Bewohner, die sich zu diesem Zeitpunkt im Inneren des Hauses aufhielten. „Ich hatte den Brand noch gar nicht bemerkt“, sagte eine Bewohnerin.

Zwischenzeitlich waren auch Nachbarn auf die Gefahr aufmerksam geworden und reichten dem Ersthelfer einen Pulverlöscher über den Gartenzaun. Kurz bevor die Flammen über den Wandbewuchs auf das Dach übergriffen, gelang es dem Ersthelfer so, das Feuer größtenteils zu ersticken und eine Ausbreitung auf das Dach zu verhindern.

Als wenige Minuten später rund 15 ehrenamtliche Feuerwehrleute aus Eimbeckhausen eintrafen, war die Gefahr bereits eingedämmt. Mit Wasser aus einem Schnellangriffsschlauch wurden die letzten Glutnester abgelöscht und die Dachunterkante zur Sicherheit gründlich benetzt. Der ebenfalls angeforderte Rettungswagen wurde nicht benötigt – die Anwohner blieben unverletzt.

Die Feuerwehr lobt das Verhalten des Autofahrers. „Nach Ansicht der Stadtfeuerwehr hat der Autofahrer durch seinen mutigen Einsatz mit großer Wahrscheinlichkeit verhindert, dass die Flammen über den trockenen Wandbewuchs auch das Dach entzünden konnten“, so Stadtpressewart Stefan Simonsen. „Mit seinem umsichtigen Verhalten hat der Ersthelfer vorbildlich reagiert, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.“ Der zügige Notruf und das Warnen der Bewohner hätten ebenfalls erheblich zu einem guten Ende beigetragen. Feuerwehr und Polizei lobten zudem die schnelle Reaktion der Nachbarn.

Weshalb die Mülltonne in Brand geriet, können sich derzeit weder Polizei noch Hausbewohner erklären. „Wir wissen nicht, wie das passieren konnte“, sagte ein Bewohner. Dass lediglich Sachschaden entstand, sei für ihn „Glück im Unglück“. Wer der couragierte Autofahrer ist, ist nicht bekannt. Er setzte seine Fahrt nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte fort.

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