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Der Lebensretter der Feuernacht von Alvesrode: Nils Flügge ausgezeichnet

Eine trächtige Stute und zwei Hunde starben bei dem Feuer in Alvesrode im März. Dass eine Bewohnerin des Hauses noch lebt, verdankt sie Feuerwehrmann Nils Flügge. Der bekam jetzt eine Auszeichnung.

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Es ist die Nacht auf den 26. März 2022. In Alvesrode, an der Straße Zum Saupark, brennen eine Scheune und ein Wohnhaus lichterloh, 161 Feuerwehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet sind über Stunden im Einsatz. Unter ihnen: Nils Flügge, 22 Jahre alt, Oberfeuerwehrmann. Er wohnt selbst in Alvesrode und ist auch dort in der Feuerwehr tätig.

Ohne zu zögern ins Haus gelaufen

Als er in der Nacht am Brandort ankommt, sieht er, wie die Bewohnerin in Panik in das bereits komplett verrauchte Haus läuft, um ihre Hunde zu retten. Flügge zögert nicht lange: Er rennt hinterher - und holt die Frau aus dem Gebäude. "Ohne das beherzte Eingreifen durch Nils Flügge wäre die Besitzerin heute zweifelfrei nicht mehr am Leben."

Zur Anerkennung von Flügges Einsatz hat er nun das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber bekommen - die zweithöchste Auszeichnung, die man in der Freiwilligen Feuerwehr erhalten kann. Nils Flügge gehöre nun zu dem kleinen Kreis von insgesamt drei Ordensträgern in der Freiwilligen Feuerwehr Alvesrode, wie Sprecher Daniel Sundmacher mitteilt.

Bei dem Feuer waren die 67-jährige Besitzerin und ein 41-jähriger Mann, der in der Nähe der Stallungen bei einer trächtigen Stute schlief, verletzt worden. Für die Stute kam jede Hilfe zu spät, das Pferd verendete im Feuer - ebenso wie zwei Hunde.

161 Feuerwehrleute im Einsatz

In der Nacht waren 161 Einsatzkräfte aus Alvesrode, Völksen, Springe, Eldagsen, Gestorf und Bennigsen vor Ort - dazu die Verpflegungshelfer aus Holtensen und das Hygieneteam aus Mittelrode. Dazu kamen THW, Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch ein Einsatzleitwagen und ein Gerätewagen Atemschutz aus der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg waren vor Ort.

Die Polizei geht davon aus, dass ein möglicherweise defekter elektrischer Aufsatzrasenmäher das Feuer ausgelöst habe. Details seien wegen der großen Zerstörung durch die Flammen nur schwierig zu ermitteln. „Wir haben aber keine Hinweise auf Fremdverschulden oder Fahrlässigkeit gefunden“, sagte damals eineSprecherin. Den Schaden durch das Feuer schätzen die Experten auf gut eine halbe Million Euro.

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