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Dauerregen: Ekel-Alfred macht Bad Münder nass

BAD MÜNDER. Es begann mit einzelnen Schauern am Wochenende und setzte sich zu Beginn der Woche mit einem Rauschen fort. Dauerregen in Niedersachsen – und Bad Münder mitten im Unwetterbereich.
Ab Montagabend laufen die ersten Keller voll, die Ortswehren werden reihenweise alarmiert und pumpen Wasser aus den Räumen.

Am Ortsausgang von Hasperde in Richtung Hohnsen steht das Wasser am Dienstagmorgen zentimeterhoch und fließt über die Felder in Richtung Schloss Hasperde. Foto: Dittrich

Autor:

Benedikt Dittrich und Gerhard Honig

In Hachmühlen und Hasperde werden Warnschilder aufgestellt, die vor dem Hochwasser warnen. Stellenweise müssen Straßen gesperrt werden oder Fahrbahnen verengt werden, weil das Wasser auf den Asphalt fließt. Auf der Hasperder Straße steht das Wasser so hoch, dass die Fahrzeuge nur noch schwer durchkommen, Wasser läuft quer über die Felder, bis ins Schloss Hasperde hinein. Um 22 Uhr am Montagabend muss die Feuerwehr anrücken und Abwasserschächte leerpumpen, die verstopft waren. Die Einsatzkräfte lassen eine Tauchpumpe zurück, die die Hausverwaltung in Eigenregie nutzen kann.
Die Pumpe sorgt auch dafür, dass die Situation sich in den Morgenstunden entspannt. „Das Wasserschott hält“, sagt Einrichtungsleiterin Marion Hecht, die wegen des Unwetters ihren Urlaub unterbrochen hatte. Bewohner des Seniorendomizils mussten nach Aussage von Hecht nicht evaquiert werden – was unter anderem auch daran lag, dass Teile des Schlosses aktuell repariert werden und nicht bewohnt sind. Die oberen Stockwerke sind nicht betroffen.

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  • Auch in Bad Münder ist die Feuerwehr im Einsatz.
  • Feuerwehr/Dittrich/Honig
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  • Auch in Bad Münder ist die Feuerwehr im Einsatz.
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Vor den Toren des Schlosses allerdings floss das Wasser weiter über Felder und Straßen. In Richtung Hohnsen steht das Wasser ebenfalls zentimeterhoch auf der Straße. Gleiches gilt für Teile von Hachmühlen. Richtung Ortsausgang Brullsen wurden Felder und auch das Sportgelände des TSV unter Wasser gesetzt. Betroffen war auch der untere Teil der Hachmühler Dorfstraße.
Bereits morgens um 6 Uhr füllen die Feuerwehrkameraden zusammen mit Mitarbeitern des Baubetriebshofs San dsäcke. Wieviele, kann Leiter Hans-Jürgen Lamp nicht mehr beziffern. „Mehrere Hundert“, schätzt er, „die haben wir auf Paletten verladen, die sich die Feuerwehr dann geholt hat.“ Sie kommen unter anderem in Nienstedt an der Lauenauer Straße zum Einsatz – zum Abdichten von Kellern. Insgesamt zählt die Feuerwehr bis 17.30 Dienstag zwölf Einsätze im Stadtgebiet.
Gartengrundstücke und Hofflächen werden vom Tiefdruckgebiet Alfred in Seenlandschaft verwandelt, der kleine Bach Hamel in Hachmühlen wird am Dienstag zum reißenden Fluss – da konnte auch die Feuerwehr nur zuschauen. Sebastian Stefan, Anlieger an der Dorfstraße hatte dennoch nur lobende Worte für die Truppe rund um Ortsbrandmeister Hartmut Lange übrig. Die Kameraden hatten ihm bei der Rettung seiner Haustiere vor den steigenden Fluten geholfen.
Jens Fredebold hatte auf seiner Hoffläche, ebenfalls an der Dorfstraße, das steigende Wasser schon früh am Morgen kritisch betrachtet: „In den vergangenen Stunde ist es zwar wieder ein bisschen gefallen“, bilanzierte er am Dienstagmorgen, „aber es soll ja noch den ganzen Tag über schütten.“ Ein Ende der Überschwemmungen sieht er noch nicht. Sein Auto jedenfalls hat er schon mal vorsichtshalber aus der Garage geholt und an einen höher gelegenen Platz abgestellt.

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