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Warum ein betrunkener Autofahrer aus dem Polizeiauto heraus seinen Job kündigte

Gleich zwei Betrunkene zog die Polizei seit Montagabend rund um Springe und Bad Münder aus dem Verkehr. Besonders kurios: Ein Mann flüchtete zunächst spektakulär - und kündigte nach seiner Festnahme vom Polizeiauto aus seinen Job. Nachts erwischte die Polizei dann einen betrunkenen Münderaner.

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Der Mann aus dem Landkreis Peine war laut Polizei gegen 18 Uhr in seinem Firmenwagen, einem grauen Skoda Superb, auf den B 217 zwischen Hameln und Hannover unterwegs. Zeugen riefen unterwegs den Notuf, weil der 39-Jährige offenbar betrunken war: Er fuhr in Schlangenlinien und war bereits hinter Hilligsfeld mehrmals auf die Gegenfahrbahn geraten.

Während ein Polizeiauto aus Hameln versuchte, den Skoda einzuholen, wartete ein weiterer Einsatzwagen in Altenhagen I an der Bundesstraße auf den Mann. Der hatte inzwischen hinter Hasperde die Mittelleitplanke gerammt - offenbar gleich zwei Mal, wie sich später herausstellte.

Fast noch einen Fußgänger angefahren

Die Polizei Bad Münder holte ihn schließlich vor Springe ein - doch alle Anhaltesignale ignorierte der 39-Jährige konsequent. An der Abfahrt Eldagsener Straße fuhr der Mann von der Bundesstraße ab und gleich wieder auf, dabei erwischte er fast noch einen Fußgänger am Zebrastreifen. 

Auf dem Weg zurück nach Hameln konnte die Polizei den Skoda schließlich mit zwei Streifenwagen ausbremsen und einkeilen. So scheiterte auch der letzte Fluchtversuch des Mannes, der versuchte, rückwärts aus der Sperre zu gelangen.

Vom Polizeiauto aus den Chef angerufen

Der Mann verweigerte nicht nur einen Atemalkoholtest und musste schließlich zur Blutprobe durch eine Ärztin gebeten werden. Die Polizei kassierte auch seinen Führerschein ein. Dass wiederum ließ ihn Konsequenzen ziehen: Ohne Führerschein und mit beschädigtem Dienstwagen für Kundenbesuche schätzte er seine Karrierechancen gering ein: Noch vom Rücksitz des Polizeiautos aus, das ihn zur Wache brachte, reichte der 39-Jährige telefonisch bei seinem Chef seine Kündigung ein.

Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, Straßenverkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht eingeleitet . Zeugen oder gefährdete Personen werden gebeten, sich unter 05042/9331-0 mit dem Polizeikommissariat Bad Münder in Verbindung zu setzen.

Nachts durch Hachmühlen gerast

Nur wenige Stunden später musste die Polizei einen weiteren flüchtigen Betrunkenen stellen: Gegen 2 Uhr in der Nacht zum Dienstag fiel einer Streife beim Abbiegen von der Bundesstraße 442 auf die Bahnhofstraße in Bad Münder ein Chevrolet auf, der beim Anblick des Streifenwagens stark beschleunigte. 

Die Polizei verfolgte den Wagen, der mit hoher Geschwindigkeit auf die B 442 in Richtung Hachmühlen fuhr. Auf Höhe der Hirschberger Straße kam der Chevrolet von der Straße ab, fuhr über den Gehweg und über eine Reihe Büsche. Weiter ging es durch das Wohngebiet Königsberger Straße und zurück auf die B 442.

Plötzlich mitten auf der Bundesstraße angehalten

In Hachmühlen versuchte der Fahrer, auf die B 217 in Richtung Hameln zu entkommen, überfuhr eine rote Ampel und ignorierte alle Haltesignale der Polizisten. Plötzlich schaltete der Chevrolet-Fahrer auf freier Strecke das Warnblinklicht ein, bremste bis zum Stillstand ab und blieb mitten auf der Bundesstraße stehen. Hier ließ er sich von der Polizei widerstandslos vorläufig festnehmen.

 Der 46-jährige Mann aus Bad Münder stand unter Alkoholeinfluss. Ein Test ergab einen Atemalkoholwert von über 0,9 Promille. Auch in diesem Fall wurde eine Blutprobe entnommen und der mitgeführte Führerschein sichergestellt.

Erst am Freitagabend hatte es die Polizei mit einem alkoholisierten Fahrer in Hachmühlen zu tun gehabt. Ein 59-Jähriger aus Coppenbrügge bog um kurz vor Mitternacht trotz roter Ampel von der Neustädter Straße (B 442) auf die Hachmühler Straße (B 217) Richtung Springe ab – direkt vor einem Polizeiwagen. Der Wagen konnte schließlich in Altenhagen I gestoppt werden – ein Alcotest ergab bei dem Fahrer einen Wert von über 1,5 Promille.

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