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Bei Hachmühlen: Kanisterweise Altöl illegal entsorgt

HACHMÜHLEN. Die Polizei in Bad Münder sucht Zeugen im Zusammenhang mit der illegalen Entsorgung von Altöl.

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Am Mittwoch veröffentlichte sie einen entsprechenden Aufruf, nachdem bereits am Montag zwölf Kanister und zwei Fässer mit Altöl an einem Wirtschaftsweg nordwestlich von Hachmühlen in der Nähe der Bundesstraße 442 gemeldet wurden. Das Altöl wurde vermutlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag dort entsorgt. „Das Altöl wurde umgehend durch das Umweltamt fachgerecht entsorgt. Zu einem Umweltschaden ist es zum Glück nicht gekommen“, heißt es bei der Polizei. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren sei eingeleitet worden.

Wer Hinweise auf den Verursacher geben kann, wird gebeten, sich beim Umweltamt (05151/903-4300, abfall@hameln-pyrmont.de) oder telefonisch bei der Polizei in Bad Münder unter 05042/93310 zu melden.

Zahl der illegalen Abfallentsorgungen steigt

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Polizei festgestellt, dass sich die Fälle illegal entsorgter Abfälle häuften – das deckte sich auch mit den Feststellungen des Umweltamtes beim Landkreis. Zumeist seien es Landwirte oder Forstmitarbeiter, die an weniger zugänglichen Stellen auf Sperrmüll und Bauabfälle, aber auch auf gefährliche Stoffe wie Altöl, Batterien, Elektroschrott und asbesthaltiges Abbruchmaterial gestoßen waren. Nicht immer wurde die Müllablagerung aber auch so zeitnah entdeckt wie jetzt in Hachmühlen.

Empfindliche Strafen für die Verursacher

Registriert werden können beim Umweltamt nur die entdeckten und bearbeiteten Fälle, aber sie bestätigen die Vermutungen: Im Jahr 2018 hielten die Mitarbeiter des Landkreises 117 Fälle fest, im Jahr drauf schon 140 Fälle. Im Jahr 2020 stieg die Zahl bereits auf 191 Fälle an, im vergangenen Jahr wurden allein bis Ende August schon 120 Fälle registriert. Landkreis-Sprecherin Sandra Lummitsch macht sie deutlich, dass Verursacher von Müllablagerungen mit empfindlichen Geldbußen rechnen müssen. Immer wieder gelingt es den Ermittlern der Polizei, Verursacher zu ermitteln, der Aufwand dafür ist allerdings hoch und in vielen Fällen werden die Täter auch nicht identifiziert. Wenn Verursacher wie etwa die, die im vergangenen Jahr bei Nettelrede asbesthaltige Platten in der Größenordnung einer Anhänger- und einer Lkw-Ladung abgekippt haben, erwischt werden, kommt sogar die Staatsanwaltschaft mit ins Spiel: Die illegale Beseitigung von asbesthaltigen Materialien erfüllt den Straftatbestand des unerlaubten Umgangs mit Abfällen, weil sie krebserregend sein können.

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