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60-Jähriger täuscht Unfallflucht in Bad Münder nur vor

BAD MÜNDER. Kuriose Wende bei einer Unfall-Ermittlung: Die Polizei konnte am Freitag einen Hamelner überführen, der behauptet hatte, dass in Bad Münder jemand sein Auto beschädigt hatte. Der hatte nämlich zuvor offenbar einen anderen Unfall verursacht – und war dann selbst geflohen.

Foto: Archiv
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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

Kuriose Wende bei einer Unfall-Ermittlung: Die Polizei konnte am Freitag einen Hamelner überführen, der behauptet hatte, dass in Bad Münder jemand sein Auto beschädigt hatte. Stattdessen wird gegen den 60-Jährigen nun wegen Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

Am Mittwoch, 6. September, hatte der Mann der Polizei in Bad Münder einen Schaden an seinem Auto gemeldet. Sein geparkter VW Passat Kombi sei angeblich durch einen anderen Autofahrer in der Gerhard-Hauptmann-Straße erheblich beschädigt worden. Der Verursacher habe sich unerkannt von der Unfallstelle entfernt.

Allerdings hatte bereits am Dienstag, 5. September, eine Zeugin jenen VW Passat gesehen, wie er gegen 19.30 Uhr in Hameln auf dem Parkplatz „Am Posthof“ an der Schranke rückwärts gegen einen hinter ihm wartenden Ford Galaxy einer 54-jährigen Hamelnerin gefahren und der Fahrer anschließend von der Unfallstelle geflüchtet war. Bei dem Ford sei ein Schaden von mindestens 1500 Euro entstanden, die Zeugin konnte der Polizei Auto und Fahrer allerdings detailliert beschreiben.

Aufgrund der Schäden am Fahrzeug muss der Fahrer laut Polizei am Dienstag nach 19.30 Uhr noch mindestens einen weiteren Unfall verursacht haben. Wer dazu Angaben machen kann, wird gebeten, sich mit der Polizei in Hameln unter 05151/933222 in Verbindung zu setzen.

Den 60-Jährigen erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Verkehrsunfallflucht und Vortäuschen einer Straftat. Außerdem wurde in dem Fahrzeug ein selbstgefertigter Schlagstock gefunden – ein Verstoß gegen das Waffengesetz kommt also noch hinzu.

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